Der Islam beschert Menschenrechte und Freiheit

Im Gegensatz zur verbreiteten Ansicht ist der Kampf um allgemein gültige Menschenrechte kein modernes Phänomen. Auch wenn es die Behauptung gibt, dass das Konzept oder die Ideologie der Menschenrechte aus dem Westen stammt, so war der Islam eine der ersten „Institutionen“, die solche Rechte wie die allgemeine Gleichbehandlung und Frauenrechte befürwortete. Tatsächlich hat der Islam die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte über 1300 Jahre vor der Verkündung dieser durch die Vereinten Nationen vorangetrieben. Natürlich ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ ein exzellenter Schritt in Richtung der Akzeptanz dieser auf einem weltweiten politischen und juristischen Level, doch wird sie oft ignoriert, da sie in der Realität keine Regierung zur Einhaltung dieser Rechte verpflichtet. Der Islam limitiert die Menschenrechte hingegen nicht nur auf ein politisches und juristisches Niveau.

Der Islam befürwortet die Menschenrechte als Teil eines Lebensstils. Die Menschenrechte sind untrennbar vom Islam und der Islam verlangt, im Gegenzug, dass diese Menschenrechte von allen Muslimen respektiert und anerkannt werden. Aus realistischer Betrachtungsweise wurde das Konzept der Menschenrechte bereits im 7. Jahrhundert erdacht, wobei es zu dieser Zeit der Menschheitsgeschichte nicht ernst genommen wurde. Bevor der Islam auf der globalen Bühne auftrat, standen Unterdrückungen an der Tagesordnung. Frauen wurden in vielen Teilen der Welt als Eigentum betrachtet und das Recht auf einen fairen und öffentlichen Prozess wurde nicht stattgegeben. Wenn wir die Standards einer Zivilisation anhand der umgesetzten Menschenrechte definieren, wird eine geschichtliche Betrachtungsweise ergeben, dass die Menschheit vor dem Einzug des Islam nicht sonderlich zivilisiert war.

Es gab viele wundervolle Völker noch vor dem Islam, doch diese erlangten ihr Ansehen zumeist durch ihre Beiträge im Bereich der Kunst oder der Wissenschaft und damit im Bereich der Menschlichkeit. Leider waren eben diese Völker auch oftmals in der brutalen Unterdrückung vieler Menschenrechte beteiligt. Wenn es bürgerliche, wirtschaftliche oder auch menschenrechtliche Fortschritte gab, so waren diese abhängig von dem zu diesem Zeitpunkt herrschenden Führer oder der herrschenden Regierung. Diese Entwicklungen mussten nicht zwingend von den Nachfolgern getragen werden, die andere Vorstellungen einer Regierungsform haben konnten. Dann verbreitete sich die Nachricht innerhalb – und außerhalb – seiner Grenzen mit enormer Geschwindigkeit. Die Geschichte an sich bestätigt den Anspruch des Islams, eine Nachricht für alle Menschen zu sein.
Der Islam wurde dem Propheten Mohammad (s) gegenüber als barmherzige und ewige Religion offenbart, die allen Zeiten entspricht. Wenn ein Mensch sich während seines Lebens dem Willen Allahs unterwirft, so kann er sich sein Leben lang und am Tag des Urteils auf die Gnade Allahs verlassen.

 „Und nicht haben wir dich entsandt außer als Gnade für die Welten.“ (21:107) 

Der Prophet Mohammad (s) sagte: „Wahrlich, ich kam als Gnade.

Der Islam erhöht den Selbstrespekt eines jeden: er erschafft eine wahre und einzige Gleichheit für den Menschen. Diese Gleichheit gibt jedem die Chance, seinen Platz in der Gesellschaft ohne Berücksichtigung der Herkunft, der Hautfarbe oder der politischen Gesinnung zu finden. Jeder ist sein eigener „Herr“. Der Islam ist eine Religion, welche die Menschenrechte zutiefst respektiert. Sie regelt jedes Detail des persönlichen und des gesellschaftlichen Zusammenlebens in der Gleichheit aller. Der Islam ist der Hüter der Gleichheit vor Allah – sein erster und überragender Gedanke ist die Einigkeit. Es wird niemand ausgeschlossen – auch wenn einige sich selbst ausschließen: niemand wird abgelehnt – auch wenn einige sich selbst demgegenüber ablehnen. Es gibt keine Unterschiede – auch wenn manche sich unterschiedlich vorkommen. Die Freiheit, die der Islam vorantreibt, basiert auf das Mitwirken und Verantwortungsbewusstsein, ohne welches keine wahre Freiheit genossen werden kann.

Die Freiheit ohne Regeln führt zum Zusammenbruch und zur moralischen und sozialen Korruption der Gesellschaft. Allah sagt: 

“Sprich: Oh Angehörige der Schrift, kommt her zu einem ebenbürtigen Wort zwischen uns und zwischen euch, dass wir Allah dienen und das wir ihm nicht etwas beigesellen und dass nicht einige von uns andere zu Herren annehmen unter Ausschluss Allahs. Dann falls sie sich abwenden, so sprecht: Bezeugt, dass wir Ergebene sind.” (3:64)

Heute benötigt die Menschheit verzweifelt Einheit, Gerechtigkeit und Freiheit. Sie wollen von der Ausbeutung und von den Kriegen gerettet werden. Sie irren verloren herum, wie Schafe ohne Herde. Lass sie sich doch dem Sonnenschein des Islam zuwenden. Unter der gemeinsamen Sonne sind alle gleich – schwarz, weiß, rot und gelb. Alle genießen Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit. Für den Islam liegt die wahre Güte nicht in dem Reichtum oder dem handwerklichen Können eines Einzelnen, sondern in der Gottesfurcht (taqwa) Allahs gegenüber. Dies betrifft alle gleich, ganz gleichgültig welche anderen Talente sie besitzen mögen. Allah sagt: 

“Oh ihr Menschen, wir haben euch erschaffen aus Männlichem und Weiblichem und euch zu Volksbereiche und Stämmen errichtet, damit ihr einander erkennt. Wahrlich, bei Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissender, Kundiger.” (49:13)

Der Prophet Mohammad (s) sagte: „Araber sind nicht privilegierter als Nicht-Araber, weder weiß noch schwarz. Die spirituelle Güte und die wahre Gottesfurcht ist das einzige Unterscheidungsmerkmal, das von Allah gesehen wird.

Die Unterwerfung, den Willen und den Regeln Allahs gegenüber ist der Kern der Freiheit. Es befreit die Gedanken, die Seele und das Verhalten von teuflischen, weltlichen Einflüssen. Es hilft der Menschheit tyrannische Unterdrücker, ungerechte Gesetze und Gelüste zu überkommen. Die wahre Ergebung Allahs gegenüber bedeutet für einen Menschen, sich für ein Leben zu entscheiden, das in moralischer und aufrechter Weise geführt wird.

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