Moral – Bund für islamische Bildung https://bufib.de Sat, 06 May 2017 17:49:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.3.5 https://bufib.de/wp-content/uploads/2017/04/Favicon-75x75.png Moral – Bund für islamische Bildung https://bufib.de 32 32 Bittgebete für jeden Tag im heiligen Monat Rajab https://bufib.de/bittgebete-fuer-jeden-tag-im-heiligen-monat-rajab/ Thu, 01 May 2014 12:46:02 +0000 http://bufib.de/?p=1546  Die folgenden Handlungen sind allgemeine, die für jeden Tag im heiligen Monat Rajab bestimmt sind:

1. Das folgende Bittgebet hat, gemäß der Überlieferung, Imam Zain al-A’bidîn (a) täglich in diesem heiligen Monat rezitiert:

Deutsch

„Im Namen Allahs des Gnädigen, des Barmherzigen. O! Derjenige, der die Herrschaft über die Erfüllung der Begehren derjeniger, die Dich anflehen hat! Und Der weiß was in den Herzen derjeniger ist, welche ruhig bleiben. Jede Bitte wird durch Dich erfüllt und für dessen Antwort ist vorgesorgt. O Allah! Deine Versprechen sind wahr, Deine Segen reiclich, und Deine Barmherzigkeit allumfassend. So flehe ich Dich an, segne Muhammad und die Familie von Muhammad und erfülle meine Begehren in dieser Welt und in der Welt die danach kommt. Wahrlich, Du hast die Macht über alles.

Transliteration

„BISMILLA HIR RAHMA NIR RAHIM „Ya man yamliku hawa2ijas-sa2ilina wa ya3lamu damiras-samitina. Li kulli mas2alatin minka sam3un hadirun wa jawabun 3ateedun Allahumma wa mawa3idukas sadiqatu wa ayadikal fadilato wa rahmatukal wase3atu fa 2as2aluka an tusalliya 3ala Muhammadin wa Aale Muhammadin wa an taqdiya hawa2ji liddunya wal Achirati innaka 3ala kulli schaiy2in Qadir.


2. Dieses Bittgebet hat Imam as-Sâdiq (a) täglich im heiligen Monat Rajab rezitiert:

Transliteration 

BISMILLA HIR RAHMA NIR RAHIM

Khabal Wafedoona `ala ghaireka wa khaseral muta arrezoona illa laka waza`al mullimmoona illa beka wa ajdabal muntaje`oona illa man intaja`a fazlaka baboka maftoohun lir raghebeena wa khairoka mabzoolun littalebeena wa fazloka mubahun lis-sa`eleena wa nailoka mutabun lil `aameleena wa rizqoka mabsootun leman  `asaka wa hilmoka mo`tarezun leman nawaka adatokal ehsano ilal musi-eena wa sabeelokal ibqa`o alal mo `tadeena.  Allahumma fadeni hudal mohtadeena warzuqni ijtehadal mujtahedeena wa la taj`alni minal ghafeleenal mub `adeena waghfirli yaumaddeen.


3. Dieses Bittgebet wird ebenfalls von Imam as-Sâdiq (a) überliefert: 

Deutsch

Im Namen Allahs des Gnädigen des Barmherzigen

O mein Allah! Ich flehe Dich um die Haltung und Selbstbeherrschung der Dankbaren, um die Bereitschaft der Behutsamen in Ehrfurcht vor der Ehrerbietung dir gegenüber, um den sicheren, gewissen Einsatz der Anbeter.

O mein Allah! Du bist der allmächtigste und ich bin Dein Diener, ein armer, elender Bedürftiger, Du bist der lobenswerte der genug hat, und über allen Bedürfnissen steht, und ich bin der bedeutungslose, unwichtige Abhängige.

O Allah, sende Segnungen auf Muhammad und auf die Kinder von Muhammad, zeige Deine Gnade und gewähre mir Deine Unterstützung, aufgrund Deiner grenzenlosen Zulänglichkeit in meiner Not; aufgrund Deiner Nachsicht bei meiner Unwissenheit; aufgrund Deiner Macht bei meiner Schwäche, O Mächtiger! O Allmächtiger! O mein Allah, sende Segnungen auf Muhammad und seine Nachkommenschaft, die anerkannten, lobenswerten Nachfolger und befreie mich von dem was mein Herz bricht und mich trübt mit Sorgen in weltlichen Angelegenheiten und über mein Schicksal am Tag des jüngsten Gerichts, o Allbarmherziger!

Transliteration

Bismillah al rahman al rahim. Allahumma inni as-aluka sabrasch-schakirina laka, wa 3amalal cha2ifina minka, wa yaqina al 3abidina laka. allahumma anta al 3aliyul 3azimu, wa-ana 3abduka alba2isul faqiru, anta alghaniyul hamidu, wa-ana al 3abdu althalilu. allahumma salli 3ala muhammadin wa-alihi wamnun bighinaka 3ala faqri, wabihilmika 3alai jahli, wabiquwwatika 3ala da3fi, ya qawiyyu ya 3azizu. allahumma salli 3ala muhammadin wa-alihi al-awsiya3il-mardiyyina, wak-fini ma ahammani min amrid-dunya wal 2akhirati ya arhama arrahimina.


4. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


5. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


6. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


7. Von Imam as-Sâdiq (a) wird überliefert, dass man folgendes Bittgebet jeden Morgen und Abend und nach jedem Gebet im heiligen Monat Rajab rezitieren sollte:

Transliteration

BISMILLAHIR-RAHMAANIR-RAHEEM.  ALLAHUMMA SWALLI `ALAA MUHAMMADINW WA-AALI MUHAMMAD.

YAA MAN ARJOOHOO LIKULLI KHAYR WA-AAMANU SAKHATAHOO `INDA KULLI SHARR YAA MANYU`TIL-KATHEERA BIL-QALEEL YAA MANYU`TEE MAN SA-ALAH YAA MANYU`TEE MAN LAM YAS-ALHU WA-MAL-LAM YA`RIFHU TAHANNUNAM MINHU WARAHMAH A`TINEE BIMASALATEE IYYAAK JAMEE`A KHAYRID-DUNYAA WAJAMEE`A KHAYRIL-AAKHIRAH WASRIF `ANNEE BIMAS-ALATEE IYYAAK JAMEE`A SHARRID-DUNYAA WASHARRIL AAKHIRAH FAINNAHOO GHAYRU MANQOOSIN MAA A`TAYT WAZIDNEE MIN FADHLIKA YAA KAREEM

YAA DHALJALAALI WALIKRAAM    YADHANNI`MAAI WALJOOD   YADHAL-MANNI WATTAWL   HARRIM SHAYBATEE `ALAN-NAAR.


8. Mindestens 100 mal folgendes sagen:

„Astaghfirulaahallad’ee Laa ilaaha illaa huwa Wah’dahoo laa shareeka lahoo wa atoobu ilayh“


9. Folgendes 1000 mal im heiligen Monat Rajab sagen:

„Laa ilâha illAllah“


10. Folgendes 1000 mal im heiligen Monat sagen:

„Astaghfirullaha z’al-jalâli wal-ikrâm, min jamî‘ az‘-z’unûbi wal-âthâm“

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Kurz: Was ist eine Ziyâra? https://bufib.de/was-ist-eine-ziyara/ Sat, 19 Apr 2014 08:58:09 +0000 http://bufib.de/?p=1411  

Das arabische Wort „Ziyâra“ stammt vom Wort „zâra“, was so viel bedeutet wie: besuchen, heimsuchen. In unserem Zusammenhang können wir zwei Bedeutungen festhalten: Zum einen der physische Besuch einer heiligen Stätte, d.h. man geht, fährt oder fliegt persönlich an einen heiligen Ort, um dort überlieferte Handlungen zu tun. Zum anderen ist die „Ziyara“ ein „Besuch“ mit dem Herzen, d.h. man spricht die Liebe zu einer bestimmten Person oder Personengruppe aus. Dies tut man entweder direkt in der Nähe der Person oder aber auch aus der Ferne. Die bekannteste Einleitung einer „Ziyara“ ist, nachdem man mit dem Namen Allah, des Erhabenen, begonnen hat, dass man sagt: „As-Salamu A’layk ….“, d.h. „Der Friede sei auf/mit dir …“. Wir wünschen damit jener Person den Frieden und Segen Gottes.

 

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Etikette: Essen https://bufib.de/etikette-essen/ Sun, 13 Apr 2014 01:53:06 +0000 http://bufib.de/?p=1367 In diesem Artikel möchten wir über die Etikette des Essens berichten. Wir teilen in „empfohlen“ (mustahabb) und „verpönt“ (makruh) auf. Am Ende werden wir noch ein paar verbotene Dinge nennen, die sich auf das Essen beziehen. 

Empfohlen

  • Das Mittagessen früh einnehmen. (D.h. nicht erst am Nachmittag). Es heißt, dass es das Leben verlängert.
  • Das Abendbrot nach dem Spätabendgebet (s’alât al-i’shâ‘) einnehmen. 
  • Die Hände vor und nach dem Essen waschen. Egal, ob man nur mit einer oder beiden Händen gegessen hat und ebenso spielt es keine Rolle, ob man mit der Hand oder einem Gegenstand (wie einen Löffel) gegessen hat.
  • Der Hausherr wäscht sich – vor Beginn des Essens – vor seinem Besuch die Hände und dann der, der rechts von ihm sitzt und immer so weiter bis der letzte Besucher an der Reihe war. Nach dem Essen beginnt nicht der Hausherr, sondern derjenige, der links von ihm sitzt und immer so weiter bis dann schließlich der Hausherr, der letzte ist, der sich die Hände nach dem Essen wäscht. Einige Überlieferungen scheinen jedoch eine Ausnahme dabei zu machen: Wenn ein Rechtsgelehrter anwesend ist, denn dann beginnt dieser vor dem Hausherrn und den anderen Besuchern.  
  • Der Hausherr beginnt vor allen anderen mit dem Essen und hört als letzter auf. (Anmerkung: Dies kann daran liegen, dass der Besuch sich eventuell schämt mit dem Essen anzufangen bzw. sich schämt noch weiter zu essen, vor allem wenn der Besucher der einzige ist, der noch isst. Von daher fühlt sich der Besuch mit dieser Etikette beim Essen „wohler“.)
  • Vor dem Beginn des Essens mit der „Basmala“ (Bismillahir-Rah’mânir-Rah’îm) beginnen und außerdem gibt es noch bestimmte Bittgebete, die man rezitieren kann. 
  • Bei jedem neuen Bissen die „Basmala“ rezitieren. Auch dann, wenn man es vergessen hat am Anfang zu tun, so sollte man es tun, sobald es einem wieder einfällt beim Essen.
  • Nach der „Basmala“ auch direkt „Al-H’amdulillahi Rabbil A’âlamîn“ (Dank sei Allah, dem Herrn der Welten) sagen. Es heißt, wenn man dieses sagt, d.h. „Bismillah wal-H’amdulillahi Rabbil A’âlamîn“, bevor der Bissen noch im Mund ist, so wird Allah, der Erhabene, diesem Menschen seine Sünden, noch bevor er diesen Bissen in seinem Mund hat, verzeihen.
  • Beim Essen sollte man in einer demütigen Haltung sein. Es wird überliefert, dass der heilige Prophet Mohammad (s) beim Essen, so wie in der „Tashahhud Position“ gegessen hatte und dabei seinen rechten Fußrücken auf seine linke Fußsohle lag.
  • Vor dem Essen mit etwas Salz oder Essig beginnen und auch mit einem von beiden beenden. Es heißt, wenn man mit Salz beginnt und damit auch das Essen wieder beendet, so wird man von 72 Arten von Plagen verschont (wie z.B. Vitiligo, Lepra, Verrücktheit, Hals-, Zahn- und Bauchschmerzen). Und es wird überliefert, dass, wenn man mit Essig beginnt, es das Gehirn und den Verstand stärkt. Außerdem wird überliefert, dass die Imame (a) mit Salz begannen und mit Essig das Essen beendeten. 
  • Mit der rechten Hand essen, wenn man kann. Es ist jedoch überliefert, dass folgende zwei Dinge mit beiden Händen gegessen wird: die Weintrauben und der Granatapfel.
  • Das Essen klein kauen.
  • So wenig wie möglich in die Gesichter der anderen Essenden schauen.
  • Schuhe ausziehen.
  • Länger am Esstisch bleiben und dabei Dankpreisungen sprechen. Dies sollte auch mit (lauterer) Stimme passieren, d.h. so dass man es hören kann.
  • Mit mindestens drei Fingern essen (Daumen, Zeige- und Mittelfinger). Noch besser wäre es mit allen Fingern zu essen.
  • Dem Gläubigen vom Essen, Trinken und Süßigkeiten abgeben.
  • Wenn das Brot auf dem Esstisch liegt, so nicht auf den Rest des Essens warten.
  • Das Brot mit der Hand zerteilen.
  • Das Essen abkühlen lassen, jedoch nicht komplett, sondern bis es noch bis kurz davor, bevor es komplett abgekühlt ist. 
  • Nach dem Essen den Dank an Allah (swt) aussprechen und es werden weitere Bittgebete dafür überliefert. Eine Form der Danksagung wäre z.B.: „Al-H’amdulillahil-laz’i yut‘-i’mu wa lâ yut‘-a’m“ (Dank sei Allah, Dem, Der ernährt und nicht ernährt wird).
  • Nach dem Essen für den Hausherren (wenn man bei jemanden zu Besuch war) beten.
  • Nach dem Essen und vor dem Waschen, die Finger „ablecken“. (Es wird gesagt, dass es wissenschaftlich bewiesen sei, dass dadurch die Produktion von Amylase bzw. Speichel-Amylase (α-Amylase 1) unterstützt wird, was die Verdauung anregt und eine Flatulenz (Blähungen) verhindert.)
  • Wie zuvor beschrieben: Sich nach dem Essen die Hände waschen. Mit der restlichen Feuchtigkeit sich über das Gesicht, den Kopf und die Augenbrauen streifen. Und den Rest der Feuchtigkeit mit einem Tuch abtrocknen (jedoch nur beim Waschen nach dem Essen und nicht davor).
  • Nach dem Essen und Waschen: sich den Mund mit Cyperus (as-su’d) ausspülen. (Heute, im 21. Jhd. wird in vielen Mundspülungen „Cyperus rotundus“ benutzt, da man herausgefunden hat, dass es eine positive Wirkung im Mund und Körper dadurch gibt.) Man soll den Mund damit wirklich nur ausspülen und nicht herunterschlucken, da dies dann negative Auswirkungen hat.
  • Nach dem Essen sich die Zähne putzen.
  • Nach dem Essen – besonders das Mittagessen – sich ausruhen, indem man sich auf dem Rücken legt und das rechte Bein auf das linke legt.  
  • Nach dem Aufstoßen „Al-H’amdulillah“ (Lob sei Allah) zu sagen. Wenn es geht, so sollte man das Aufstoßen verkürzen.
  • Versammlung beim Essen, d.h. dass man mit mehreren zusammen isst. Und dass der Mann mit seiner Familie (Frau und Kinder) zusammen isst. Wenn man Arbeiter und Dienstleute hat, so sollen diese am selben Platz, wie alle anderen auch sitzen.

Verpönt

  • Das Abendessen zu unterlassen, besonders an den Abenden zum Samstag und Sonntag. Es heißt, dass, wenn man es unterlässt, dadurch eine Stärke schwindet, die vierzig Tage nicht wiederkehrt.
  • Im Schneidersitz oder sich mit dem Rücken anlehnend essen.
  • Auf dem „Markt“ (as-sûq) essen. (Anmerkung: Damit ist nicht nur der „Marktplatz“ im Besonderen gemeint, sondern im Allgemeinen, wie z.B. Einkaufszentren.
  • Beim Gehen essen, außer es liegt eine Dringlichkeit dazu vor.
  • Bei Völlegefühl essen. (Das heißt nur bei Hungergefühl essen.)
  • Mit zwei Fingern essen.
  • Beim Essen ein Tuch auf den Schoß legen.
  • Das Brot unter den Teller legen.
  • Das Brot mit dem Messer schneiden oder mit den Zähnen zerreißen. 
  • Sehr heißes Essen verzehren.
  • Auf das Essen (und Trinken) „pusten“. Jedoch wird erwähnt, dass es kein Problem ist, wenn es zum Abkühlen ist. Wiederum kann man dies in Bezug auf den Fall der Dringlichkeit (ad‘-d’arûrah) beziehen. 
  • Sich „vollessen“. Es wird überliefert, dass man dem Teufel am nähsten ist, wenn man den „Bauch“ voll hat. Außerdem wird überliefert, dass Allah (swt) es verabscheut, wenn Sein Diener einen überfüllten „Bauch“ hat.   
  • Sich vor dem Waschen, das nach dem Essen gemacht werden soll, die Hände mit einem Tuch abwischen.
  • Das Essen mit dem Fuß zu Tisch „schieben“ und es kann sogar verboten (h’arâm) sein, wenn es als Verhöhnung (ihânah) gemeint ist.
  • Beim Aufstoßen den Kopf gen Himmel zu erhöhen.
  • Den Dienstleuten einen anderen Platz zum Essen geben.
  • Allein essen.
  • Das nicht Aufgegessene oder nicht Ausgetrunkene ohne Deckel zu lassen. 

 Verboten (h’arâm)

  • An einem Tisch/Platz sitzen, an dem auch Alkohol oder andere Rauschmittel sind. Selbst dann, wenn man selbst keinen Alkohol trinkt oder sonstige verbotene Dinge zu sich nimmt. 
  • Das Essen und das Trinken aus goldenen oder silbernen Behältern (Tassen, Teller).

 

Allgemein zur Zeit

Wenn die Gebetszeit eingetreten ist: Wenn man die vorzügliche Zeit (waqt al-fad’îlah) des Gebetes nicht verpasst und nicht träge für das Gebet wird, so isst man vorher, sonst betet man vor dem Essen.


Wir beanspruchen keine Vollständigkeit der Auflistung. Bei Tippfehlern bitten wir um eine Benachrichtigung an info@bufib.de – Vielen Dank –

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Die Würde der Gelehrten (Ulama) https://bufib.de/die-wuerde-der-gelehrten-ulama/ Fri, 04 Apr 2014 17:48:46 +0000 http://bufib.de/?p=957 Imam as-Sadiq (a) sagte: „Die Könige sind die Herrscher über das Volk und die Gelehrten sind die Herrscher über die Könige“. (Quelle: Mizân al-H‘ikmah)

Es gibt keinen Zweifel, dass die wahren und rechtschaffenen Gelehrten schon immer einen besseren Status als alle Könige und Herrscher zusammen genossen haben. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Weltherrscher sich schon immer respektvoll vor den Gelehrten verbeugt haben oder sie haben Wege und Mittel gefunden, sie entweder von der Gesellschaft zu isolieren oder sie zu töten, da sie sie als Bedrohung betrachtet hatten.

„Sprich: «Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?» Allein nur die mit Verstand Begabten lassen sich warnen.“ (39:9)

Es wird berichtet:

Es gab einen großen Gelehrten zur Zeit des zehnten Imams, Imam al-Hadi (a). Einst hatte ein Feind der Ahlul-Bayt (a) eine Debatte mit diesem Gelehrten und der Gelehrte übertrumpfte ihn mit Koranversen und prophetischen Traditionen. Eines Tages kam dieser Gelehrte in eine Versammlung, welche hauptsächlich aus Muslimen des Stammes Bani Haschim bestand und auch Imam Al-Hadi (a) war anwesend. Im Zentrum dieser Versammlung saß der Imam (a) und an diesem Ort lag auch ein großes Kissen. Sobald der Imam (a) diesen Gelehrten sah, erhob er (a) sich von seinem Platz und bat den Gelehrten nach vorne zu kommen und der Imam (a) brachte ihn schließlich dazu, sich neben ihn zu setzen und bat ihm das Kissen zum Ausruhen an. Ein alter Mann, der dem Stamme der Bani Haschim angehörte gefiel dies nicht. Deswegen beschwerte er sich, indem er sagte: „Oh Sohn des Propheten! Wie kannst du eine gewöhnliche Person vor einem Sayyid, der der Nachkommenschaft des Abu Talib und Abbas angehört, bevorzugen?“ Als unser Imam (a) dies hörte, war er sehr verärgert über diese Worte und begann Verse des Heiligen Korans zu rezitieren, um die Stellung eines Gelehrten gegenüber jeden anderen zu belegen. Imam al-Hadi (a) fragte die anwesenden Leute: „Glaubt ihr an die Gebote Allahs im Heiligen Koran?“ Alle sagten: „Ja!“ Dann sagte der Imam (a): „Hat Allah, der Erhabene, nicht gesagt: Allah wird die unter euch, die gläubig sind, und die, denen Wissen gegeben ward, in Rängen erhöhen. Und Allah ist wohl kundig dessen, was ihr tut. (58:11). Denn wisse, Allah liebt einen Gläubigen mit Wissen mehr als einen Gläubigen ohne Wissen. (Nun sage mir) hat Allah, der Erhabene, nicht auch gesagt: Sprich: «Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?» Allein nur die mit Verstand Begabten lassen sich warnen. (39:9)

Also warum versucht ihr Leute mich daran zu hindern jemanden die Ehre zu erweisen, der von Allah, der Glorreichen, bevorzugt wurde? Dieser Gelehrte hat sein Wissen verwendet, mit dem Allah ihn gesegnet hat und unseren Feind damit übertrumpft. Diese Handlung ist in meinen Augen besser als jede Familienbande und Beziehungen“. (Quelle: Al-Ih’tijâj)

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