Ethik & Moral – Bund für islamische Bildung https://bufib.de Sat, 06 May 2017 17:49:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.3.5 https://bufib.de/wp-content/uploads/2017/04/Favicon-75x75.png Ethik & Moral – Bund für islamische Bildung https://bufib.de 32 32 Wie muss ich handeln, wenn ich ein Rechtsurteil erhalte? https://bufib.de/wie-muss-ich-handeln-wenn-ich-ein-rechtsurteil-erhalte/ Thu, 15 Dec 2016 10:07:40 +0000 http://bufib.de/?p=1767 Hier zum Download

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Zitat von Shahīd aṣ-Ṣadr https://bufib.de/zitat-von-shahid-a%e1%b9%a3-%e1%b9%a3adr/ Thu, 15 Dec 2016 10:05:41 +0000 http://bufib.de/?p=1766 Hier zum Download

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Respektiere das Haus Allahs https://bufib.de/respektiere-das-haus-allahs/ Thu, 15 Dec 2016 09:59:29 +0000 http://bufib.de/?p=1763 Hier zum Download

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Empfohlenes am Freitag https://bufib.de/empfohlenes-am-freitag/ Thu, 15 Dec 2016 09:57:18 +0000 http://bufib.de/?p=1762 Hier zum Download

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Etikette des Essens https://bufib.de/etikette-des-essens/ Thu, 15 Dec 2016 09:55:54 +0000 http://bufib.de/?p=1761 Hier zum Download

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Handlungen für jeden Tag im heiligen Monat Rajab https://bufib.de/handlungen-fuer-jeden-tag-im-heiligen-monat-rajab/ Fri, 08 Apr 2016 12:42:55 +0000 http://bufib.de/?p=1544 Die folgenden Handlungen sind allgemeine, die für jeden Tag im heiligen Monat Rajab bestimmt sind:

1. Das folgende Bittgebet hat, gemäß der Überlieferung, Imam Zain al-A’bidîn (a) täglich in diesem heiligen Monat rezitiert:

Deutsch

„Im Namen Allahs des Gnädigen, des Barmherzigen. O! Derjenige, der die Herrschaft über die Erfüllung der Begehren derjeniger, die Dich anflehen hat! Und Der weiß was in den Herzen derjeniger ist, welche ruhig bleiben. Jede Bitte wird durch Dich erfüllt und für dessen Antwort ist vorgesorgt. O Allah! Deine Versprechen sind wahr, Deine Segen reiclich, und Deine Barmherzigkeit allumfassend. So flehe ich Dich an, segne Muhammad und die Familie von Muhammad und erfülle meine Begehren in dieser Welt und in der Welt die danach kommt. Wahrlich, Du hast die Macht über alles.

Transliteration

„BISMILLA HIR RAHMA NIR RAHIM „Ya man yamliku hawa2ijas-sa2ilina wa ya3lamu damiras-samitina. Li kulli mas2alatin minka sam3un hadirun wa jawabun 3ateedun Allahumma wa mawa3idukas sadiqatu wa ayadikal fadilato wa rahmatukal wase3atu fa 2as2aluka an tusalliya 3ala Muhammadin wa Aale Muhammadin wa an taqdiya hawa2ji liddunya wal Achirati innaka 3ala kulli schaiy2in Qadir.


2. Dieses Bittgebet hat Imam as-Sâdiq (a) täglich im heiligen Monat Rajab rezitiert:

Transliteration 

BISMILLA HIR RAHMA NIR RAHIM

Khabal Wafedoona `ala ghaireka wa khaseral muta arrezoona illa laka waza`al mullimmoona illa beka wa ajdabal muntaje`oona illa man intaja`a fazlaka baboka maftoohun lir raghebeena wa khairoka mabzoolun littalebeena wa fazloka mubahun lis-sa`eleena wa nailoka mutabun lil `aameleena wa rizqoka mabsootun leman  `asaka wa hilmoka mo`tarezun leman nawaka adatokal ehsano ilal musi-eena wa sabeelokal ibqa`o alal mo `tadeena.  Allahumma fadeni hudal mohtadeena warzuqni ijtehadal mujtahedeena wa la taj`alni minal ghafeleenal mub `adeena waghfirli yaumaddeen.


3. Dieses Bittgebet wird ebenfalls von Imam as-Sâdiq (a) überliefert: 

Deutsch

Im Namen Allahs des Gnädigen des Barmherzigen

O mein Allah! Ich flehe Dich um die Haltung und Selbstbeherrschung der Dankbaren, um die Bereitschaft der Behutsamen in Ehrfurcht vor der Ehrerbietung dir gegenüber, um den sicheren, gewissen Einsatz der Anbeter.

O mein Allah! Du bist der allmächtigste und ich bin Dein Diener, ein armer, elender Bedürftiger, Du bist der lobenswerte der genug hat, und über allen Bedürfnissen steht, und ich bin der bedeutungslose, unwichtige Abhängige.

O Allah, sende Segnungen auf Muhammad und auf die Kinder von Muhammad, zeige Deine Gnade und gewähre mir Deine Unterstützung, aufgrund Deiner grenzenlosen Zulänglichkeit in meiner Not; aufgrund Deiner Nachsicht bei meiner Unwissenheit; aufgrund Deiner Macht bei meiner Schwäche, O Mächtiger! O Allmächtiger! O mein Allah, sende Segnungen auf Muhammad und seine Nachkommenschaft, die anerkannten, lobenswerten Nachfolger und befreie mich von dem was mein Herz bricht und mich trübt mit Sorgen in weltlichen Angelegenheiten und über mein Schicksal am Tag des jüngsten Gerichts, o Allbarmherziger!

Transliteration

Bismillah al rahman al rahim. Allahumma inni as-aluka sabrasch-schakirina laka, wa 3amalal cha2ifina minka, wa yaqina al 3abidina laka. allahumma anta al 3aliyul 3azimu, wa-ana 3abduka alba2isul faqiru, anta alghaniyul hamidu, wa-ana al 3abdu althalilu. allahumma salli 3ala muhammadin wa-alihi wamnun bighinaka 3ala faqri, wabihilmika 3alai jahli, wabiquwwatika 3ala da3fi, ya qawiyyu ya 3azizu. allahumma salli 3ala muhammadin wa-alihi al-awsiya3il-mardiyyina, wak-fini ma ahammani min amrid-dunya wal 2akhirati ya arhama arrahimina.


4. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


5. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


6. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


7. Von Imam as-Sâdiq (a) wird überliefert, dass man folgendes Bittgebet jeden Morgen und Abend und nach jedem Gebet im heiligen Monat Rajab rezitieren sollte:

Transliteration

BISMILLAHIR-RAHMAANIR-RAHEEM.  ALLAHUMMA SWALLI `ALAA MUHAMMADINW WA-AALI MUHAMMAD.

YAA MAN ARJOOHOO LIKULLI KHAYR WA-AAMANU SAKHATAHOO `INDA KULLI SHARR YAA MANYU`TIL-KATHEERA BIL-QALEEL YAA MANYU`TEE MAN SA-ALAH YAA MANYU`TEE MAN LAM YAS-ALHU WA-MAL-LAM YA`RIFHU TAHANNUNAM MINHU WARAHMAH A`TINEE BIMASALATEE IYYAAK JAMEE`A KHAYRID-DUNYAA WAJAMEE`A KHAYRIL-AAKHIRAH WASRIF `ANNEE BIMAS-ALATEE IYYAAK JAMEE`A SHARRID-DUNYAA WASHARRIL AAKHIRAH FAINNAHOO GHAYRU MANQOOSIN MAA A`TAYT WAZIDNEE MIN FADHLIKA YAA KAREEM

YAA DHALJALAALI WALIKRAAM    YADHANNI`MAAI WALJOOD   YADHAL-MANNI WATTAWL   HARRIM SHAYBATEE `ALAN-NAAR.


8. Mindestens 100 mal folgendes sagen:

„Astaghfirulaahallad’ee Laa ilaaha illaa huwa Wah’dahoo laa shareeka lahoo wa atoobu ilayh“


9. Folgendes 1000 mal im heiligen Monat Rajab sagen:

„Laa ilâha illAllah“


10. Folgendes 1000 mal im heiligen Monat sagen:

„Astaghfirullaha z’al-jalâli wal-ikrâm, min jamî‘ az‘-z’unûbi wal-âthâm“


11. Sure al-Ikhlâs‘ („Qul HuwAllahu Ah’ad…) 100 mal mindestens rezitieren


12. Fasten: Mindestens einen Tag sollte man in diesem heiligen Monat fasten. Es wird überliefert, dass es in diesem Monat besonders empfohlen ist am Donnerstag, Freitag und Samstag zu fasten. 


13. 60-Gebetsabschnitte-Gebet: Es ist empfohlen, auf den gesamten Monat Rajab verteilt, 60 Gebetsabschnitte (rik’ah) zu verrichten. Immer in zwei-Gebetsabschnitten-Gebeten, d.h. 30 mal je ein Gebet mit zwei Gebetsabschnitten. In dem ersten Gebetsabschnitt rezitiert man nach der Fatiha die Sure al-Kâfirûn(Sure 109) drei mal und im zweiten Gebetsabschnitt nach der Fatiha die Sure al-Ikhlâs (Sure 112) ein mal. Nach dem Beenden des Gebets rezitiert man folgendes Bittgebet:

„Laa ilaaha illallaahu wah’dahoo laa shareeka lahoo lahul mulku wa lahul h’amdu yuh’yee wa yumeetu wa huwa h’ayyun laa yamootu bi-yadihil-khayr wa huwa a’laa kulli shay-in qadeer wa ilayhil mas’eer wa la h’awla wa la quwwata illaa billaahil a’lyyil a’zeem Allahumma s’alli a’la mohammadinin nabiyyil ummiyy ua aalih“

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Der Weg zur Läuterung der Seele https://bufib.de/der-weg-zur-laeuterung-der-seele/ Tue, 27 Oct 2015 16:42:00 +0000 http://bufib.de/?p=1713 Wenn wir daran glauben, dass es notwendig ist nach der Zufriedenheit Allahs, des Erhabenen zu streben und wir wirklich danach streben, so müssen wir einige praktische Schritte befolgen, welche uns die Türen dazu öffnen. Und dazu zählen:

1. Das Streben nach dem Kennenlernen der guten und schlechten moralischen Eigenschaften: Auf dieselbe Weise, auf die der Mensch danach strebt, die Dinge kennenzulernen, die er benötigt um seine weltlichen und diesseitigen Angelegenheiten, wie z.B. seinen Unterhalt in diesem Leben zu regeln, genau so muss er auch danach streben das kennenzulernen, was er benötigt, um seine jenseitigen Angelegenheiten zu regeln. Das, wenn wir nicht davon ausgehen, dass er seinen jenseitigen Angelegenheiten in Wirklichkeit eigentlich noch viel mehr Aufmerksamkeit und Priorität geben müsste.

Der Weg hierfür ist, dass der Mensch das erforscht, was Allah, der Erhabene festgelegt hat für die Reglung der Beziehung zum Schöpfer und für die Beziehung zu den anderen Mitmenschen, seien es die Eltern, die Freunde oder die Gesellschaft im Allgemeinen. Abgesehen davon, dass er das erforschen muss, was Allah, der Erhabene verboten hat, was seine Beziehung zu Gott und zu den anderen angeht.

2. Die Seele an die guten moralischen Eigenschaften angewöhnen: Das Kennenlernen der guten und schlechten moralischen Eigenschaften reicht an sich nicht aus, damit der Mensch die guten Eigenschaften tatsächlich annimmt und die schlechten tatsächlich ablegt oder sich von ihnen entfernt. Vielmehr muss er darauf hinarbeiten, dass er seine Seele schrittweise daran gewöhnt. Wenn er sich daran gewöhnt, die Gottesdienste zu verrichten, und die verbotenen Handlungen zu unterlassen, so wird ihm das den Weg zur Läuterung der Seele erleichtern.

Es wird überliefert, dass der Fürst der Gläubigen (a.) sagte: „Wahrlich, sie ist meine Seele, ich zähme sie durch die Gottesfurcht, damit sie am Tage der großen Angst in Sicherheit ist (…).“[1]

3. Die Besonnenheit und Nachdenklichkeit: Der Mensch muss über jede Handlung gut nachdenken, bevor er sie begeht. Es kann sein, dass man eine schlechte Tat verrichtet, nur weil man davor nicht gut durchdacht und zu voreilig gehandelt hat und so verfällt man in eine Sünde. In einer Überlieferung von Imam Ali (a.) heißt es: „Das Nachdenken über die Handlung, schützt vor der Dummheit (…).“ [2]

Das Nachdenken über die Handlung, bevor man sie ausführt verhindert also, dass man in eine Sünde verfällt.

4. Die Wahl guter Freunde und die Fernhaltung von schlechten: Eine der größten und grundlegendsten Bürden, welche im Weg der Läuterung der Seele steht, sind die schlechten Freunde. Genauso ist es eines der größten Gnaden und besten Hilfsmittel für die Läuterung, gute Freunde zu haben. Daher wird in den Überlieferungen Wert darauf gelegt, von schlechten Freunden Abstand zu nehmen. So heißt es über den Fürsten der Gläubigen (a.), dass er sagte: „Hüte dich davor, dich einem schlechten Freund beizugesellen, denn er vernichtet seinen Freund (…).“[3]

Gleichzeitig wird von ihm in einer weiteren Überlieferung großen Wert darauf gelegt, sich den Gelehrten anzufreunden: „Es wundert mich, wie jemand, der danach strebt, sich viele Freunde anzueignen, dass er sich nicht den Gelehrten anfreundet (…)“[4]

5. Das Fernhalten von Dingen, welche zu einer Sünden führen könnten: Der Mensch verfällt dann in die Sünde, nachdem der Teufel die Übel befehlende Seele verführt. Aus diesem Grund muss der Mensch, der daraufhin arbeitet seine Seele zu erziehen und zu läutern, darauf aufpassen, wohin ihn seine schlechten Begierden und Gelüste hinlenken, denn wenn er seiner Seele die Türen öffnet, wenn auch nur in einer begrenzten Weise, so verlangt seine Seele noch mehr und sehnt sich nach mehr. In einer Überlieferung von Imam al-Sadiq (a.) heißt es, dass er sagte: „Das Gleichnis des Diesseits ist gleich dem Meereswasser. Jedes Mal, wenn der Durstige davon trinkt, so wird sein Durst größer, bis er ihn umbringt.“[5] Daher muss man sich von den Orten fernhalten, welche zu Sünden führen könnten.

Weiterhin zählt zu den Methoden der Bewahrung vor dem Begehen von Sünden, die Distanzierung von Orten, an denen der Mensch der Sünde näher ist.

6. Die vollstände Wachsamkeit: Die Stunde der Unachtsamkeit ist es, welche den Menschen dazu verleitet, eine Sünde zu begehen. Die übelbefehlende Seele nutzt diese Stunde, in der der Mensch in einem Schlaf der Unachtsamkeit gegenüber Allah, dem Erhabenen verfallen ist, aus, um ihn dadurch zur Sünde zu verleiten. So heißt es in einer Überlieferung von Imam Ali (a.), dass er sagte: „Wehe jenem, den die Unachtsamkeit überkommen hat, wodurch er die Reise vergessen und sich nicht vorbereitet hat.“[6]

Aus diesem Grund muss der Mensch sich bestens für das Jenseits vorbereiten und sollte nicht vergessen, dass seine Reise den Tod durchlaufen wird und den Übergang vom Diesseits zum Jenseits. So heißt es in einer Überlieferung: „Wie viele Unachtsame gibt es, die ein Kleid nähen, um es anzuziehen, wobei es (in Wirklichkeit) ihr Todesgewand ist und (wie viele) bauen ein Haus, um es zu bewohnen, wobei es (in Wirklichkeit) der Ort ihres Grabes ist.“[7] 

7. Die Hinwendung an Allah, den Erhabenen: Der Mensch muss von Allah, dem Erhabenen erflehen, dass Er ihm bei der Läuterung und Erziehung seiner Seele hilft und beisteht. Daher muss er das Bittgebet als Instrument und Mittel nutzen, wodurch er es schaffen kann, seine übelbefehlende Seele zu besiegen und seine schlechten Angewohnheiten loszuwerden. In einer Anrufung von Imam Zain ul-Abideen (a.) heißt es: 

„Mein Gott, ich erhebe meine Klage zu Dir über eine Seele, die Schlechtes gebietet und zur Sünde eilt, die sich mit Ungehorsam Dir gegenüber begnügt und Deine Missbilligung verursacht. Sie führt mich auf die Wege des Verderbens und macht mich bei Dir zum niederträchtigsten Frevler. Ihre Entschuldigungen sind zahlreich und ihre Hoffnungen unablässig. Wenn ihr Schlimmes zustößt, ist sie voller Klage, doch wenn ihr Gutes widerfährt, gibt sie sich knausrig. Sie neigt zu Spiel und Tand und sinnlosem Zeitvertreib und ist tief in Unachtsamkeit und Vergesslichkeit versunken. So sehr sie mich zur Sünde drängt, hindert sie mich doch an der reumütigen Umkehr.[8]


[1] Nahj ul-Balagha, Band 3, Seite 71

[2] Mizaan ul-Hikmah, Muhammad al-Rishihri, Band 3, Seite 1834

[3] ebd., Band 2, Seite 1583

[4] ebd., Band 2, Seite 1584

[5] Al-Kaafi, Sheikh al-Kulayni, Band 2, Seite 136

[6] Mizaan ul-Hikmah, Muhammad al-Rishihri, Band 3, Seite 2282

[7] Al-Amaali, al-Saduq, Seite 172

[8] Anrufung der Klagenden, Sahifa al-Sajadiyyah

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Die Früchte der Läuterung der Seele https://bufib.de/die-fruechte-der-laeuterung-der-seele/ Wed, 21 Oct 2015 19:45:44 +0000 http://bufib.de/?p=1710 Die Erziehung der Seele und ihre Läuterung tragen Früchte, di sich im Leben des Menschen sowohl im Dies- als auch im Jenseits bemerkbar machen. Zu diesen Ergebnissen zählen:

1. Die Errettung und der Erfolg im Jenseits. Im heiligen Quranvers heißt es diesbezüglich: „Erfolgreich ist derjenige, der sie geläutert hat“.[1] Es gibt keinen Zweifel, dass der Erfolg im Jenseits um ein vielfaches größer ist, als jeder mögliche Erfolg, den der Mensch im Diesseits haben könnte.

2. Die Erlangung der Liebe der Menschen: Und dieses ist die Frucht der guten Moral, welche ein Ergebnis der Läuterung der Seele ist und die Menschen mögen es Menschen zu begegnen, die sie mit guten moralischen Eigenschaften behandeln. In einer Überlieferung von Imam Ali (a.) heißt es: „Drei Dinge (führen dazu), dass die Menschen dich lieben: die gute Moral, das gute Geselligkeit (zu den Menschen) und die Bescheidenheit.“[2]

3. Die Zufriedenheit Allahs und die Erzielung seiner Nähe: Und das ist das großartigste Ergebnis der Läuterung der Seele und dies erlangt man erst nach der Anstrengung der Seele. Umso höhere Stufen der Anstrengung und Läuterung der Seele man erreicht, desto höhere Stufen der göttlichen Nähe erlangt man, bis man die höchsten Stufen der Nähe erreicht und zwar das Paradies der Zufriedenheit, so wie es im heiligen Quranvers heißt: „…Allah ist wohl zufrieden mit ihnen, und sie sind wohl zufrieden mit Ihm. Sie sind Allahs Partei. Horchet! es ist Allahs Partei, die erfolgreich ist.“ [3]

Die richtige Vorgehensweise

Es ist unabdingbar, dass jener, der danach strebt seine Seele zu erziehen und zu läutern, auf die Gefahren der Irreleitung vom wahren Weg bei der Erziehung der Seele, achtet. Dies erfolgt durch zwei Schritte:

1. Das Zurückgreifen auf die grundlegenden Quellen für die Methoden der Erziehung der Seele, welcher sich einerseits durch den heiligen Quran verkörpert. In einer Überlieferung des Fürsten der Gläubigen (a.) über die Beschreibung des Quran, heißt es: „Allah machte ihn zu einer Stillung des Durstes der Gelehrten und zu einem Frühling der Herzen der Rechtsgelehrten.“ [4]

Und andererseits durch die Lebensweise und die Aussprüche des Gesandten Gottes (s.) und dem, was über sein Leben überliefert wurde. Sowie durch das Zurückgreifen auf die Ahlulbayt (a.), welche die Führer und Wegweiser für die wahrhaftige und richtige Erziehung der Seele darstellen.

2. Das in Achtnehmen davor, etwas zu machen, was dem islamischen Recht widerspricht. Viele Menschen nutzen falsche und islamisch gesehen, verbotene Methoden, wobei sie denken, dass dies die wahre Art der Erziehung und Läuterung der Seele sei. Jeder Mensch, der danach strebt, seine Seele zu erziehen, muss auf jede Tat, die er verrichtet genauestens achten, so dass er seinen Körper nicht unnötig schädigt und sich dabei denkt, dass das der richtige Weg sei. Oder dass er danach strebt, dass die Menschen schlecht über ihn reden und denken und sich dabei erhofft, dadurch seine Seele erniedrigen zu können und die Überhand über sie zu erlangen, denn Allah der Erhabene ist nicht zufrieden damit, dass sein gläubiger Diener erniedrigt wird.


[1] Sure al-Shams, Vers 9

[2] Mizaan ul-Hikmah, Muhammad al-Rishihri, Band 1, Seite 496

[3] Sure al-Mujadalah, Vers 22

[4] Nahj ul-Balagha, Band 2, Seite 178

 

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Die Läuterung der Seele https://bufib.de/die-laeuterung-der-seele/ Sat, 17 Oct 2015 18:13:34 +0000 http://bufib.de/?p=1706 Die Wichtigkeit der Läuterung der Seele

Die islamische Ethik nimmt unter den islamischen Lehren einen eigenen, besonderen Platz ein und ein Grund dafür ist, dass Allah (der Erhabene) die Erziehung des Menschen entsprechend der guten Moral, zu einem Hauptziel der Entsendung der Propheten und Gesandten machte. Dies ist auch, was Allah (der Erhabene) im Heiligen Quran bestätigt: „Wahrlich, Allah hat den Gläubigen Huld erwiesen, indem Er unter ihnen (aus ihrer Mitte) einen Gesandten erweckte, der ihnen Seine Zeichen vorträgt und sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt; und zuvor waren sie gewiss in offenkundigem Irrtum.“[1] Und über den Gesandten Gottes (s.) heißt es, dass er sagte: „Wahrlich, ich bin ausgesandt worden, zur Vervollkommnung der vorzüglichen Moral.“.

Das Ziel der Entsendung der Propheten ist also die Erziehung der Menschen entsprechend der guten Moral.

Weshalb muss die Seele geläutert werden?

Das Wort „Seele“ [arab. an-nafs –  النفس] kommt im Heiligen Quran in drei Formen vor: die beruhigte Seele (al-Nafs ul-mutma’inna), die sich selbst anklagende Seele (al-nafs ul-lawwama) und die Übel befehlende Seele (al-nafs ul-ammarah bil-suu‘). Allerdings werden wir hier lediglich auf die Übel befehlende Seele eingehen. Sie ist die Seele, welche in ihrem Inneren eine gewisse Anzahl an Trieben, Neigungen und Begierden vereint, welche den Besitzer dieser Seele dazu führt Sünden zu begehen. Allah der Erhabene spricht: „Wahrlich die Seele gebietet mit Nachdruck das Böse, es sei denn, mein Herr erbarmt sich.“[2] Sie ist die Seele, die in einem andauernden Zustand dazu verleitet Sünden zu begehen. Aus diesem Grund muss der Mensch darauf hinarbeiten diesen Begierden und Neigungen entgegenzutreten, welche einige Taten gut redet, um zu verführen.

Um schlechten Handlungen nun entgegnen zu können, müssen einige Schritte vollzogen werden, welche dazu führen, dass der Mensch dazu fähig wird, seine Neigungen und Begierden zu steuern.

Diese Schritte lassen sich zu folgenden Punkten zusammenfassen:

1. Das Kennenlernen der guten und schlechten moralischen Eigenschaften und Handlungen: Es kommt oft vor, dass der Mensch bestimmte Handlungen vollzieht und sich dabei nicht im Klaren ist, wie schlimm diese Tat wirklich ist und welch großen Einfluss diese auf seine Seele und seine Mitmenschen hat. Das ist auch derselbe Grund, der ihn dazu führt, sich von vielen guten moralischen Handlungen fernzuhalten, da er unwissend darüber ist, welch positive Wirkungen diese haben. Daher muss man als aller erstes bei der Erziehung der Seele die guten und schlechten moralischen Eigenschaften kennenlernen. 

2. Sich mit der Gottesfurcht ausrüsten: Die Gottesfurcht, das bedeutet, das Gefühl der Furcht vor Allah, dem Erhabenen, vor der Verrichtung irgendeiner Tat, ist das, was den Menschen davor hindert, eine Sünde zu begehen. Und dieses Gefühl, ständig Furcht vor Allah, dem Erhabenen zu haben, verwirklicht sich nur, nach dem der Mensch seine eigene Seele erzogen hat und sich mit dem ständigen Gedenken Allahs beschäftigt. Der Erhabene spricht: „…und bei der Seele und dem, der sie vervollkommnet hat. Er hat ihr den Sinn für ihre Sündhaftigkeit und für ihre Gottesfurcht eingegeben. Erfolgreich ist derjenige, der sie geläutert hat und versagt, hat jener, der sie verkommen lässt.“[3]

3. Die Erziehung der Seele: Das Hinarbeiten zur Erziehung der Seele verlangt, dass der Mensch die Tragweite dessen verspürt, was er verrichtet hat und was er an Sünden begangen hat. Der Erhabene spricht: „Wahrlich diejenigen, die gottesfürchtig sind, wenn sie eine Heimsuchung durch den Teufel trifft, so gedenken sie (Gottes), sodann werden sie (wieder) Wahrnehmende.“[4]

Zu den größten Gefahren, denen ein Mensch ausgesetzt werden kann, und wodurch er dem göttlichen Zorn ausgesetzt wird und ihn in die Hölle führt, ist, dass er Sünden begeht, ohne auch nur die Gefahr dessen, was er getan hat, zu verspüren oder dass er so tut, als wüsste er nichts darüber und sich dazu zwingt, es zu vergessen, während er festhält an den Strängen des Teufels und daran gehindert wird, zu Allah, den Erhabenen, zurückzukehren.

Die Läuterung der Seele hängt also ab von: dem Kennenlernen der guten und schlechten moralischen Eigenschaften, der Stärkung der Gottesfurcht und der Erziehung der Seele.


[1] Sure Ali Imraan, Vers 164

[2] Sure Yusuf, Vers 53

[3] Sure Shams, Vers 7-10

[4] Sure al-Aaraf, Vers 201

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Bittgebete für jeden Tag im heiligen Monat Rajab https://bufib.de/bittgebete-fuer-jeden-tag-im-heiligen-monat-rajab/ Thu, 01 May 2014 12:46:02 +0000 http://bufib.de/?p=1546  Die folgenden Handlungen sind allgemeine, die für jeden Tag im heiligen Monat Rajab bestimmt sind:

1. Das folgende Bittgebet hat, gemäß der Überlieferung, Imam Zain al-A’bidîn (a) täglich in diesem heiligen Monat rezitiert:

Deutsch

„Im Namen Allahs des Gnädigen, des Barmherzigen. O! Derjenige, der die Herrschaft über die Erfüllung der Begehren derjeniger, die Dich anflehen hat! Und Der weiß was in den Herzen derjeniger ist, welche ruhig bleiben. Jede Bitte wird durch Dich erfüllt und für dessen Antwort ist vorgesorgt. O Allah! Deine Versprechen sind wahr, Deine Segen reiclich, und Deine Barmherzigkeit allumfassend. So flehe ich Dich an, segne Muhammad und die Familie von Muhammad und erfülle meine Begehren in dieser Welt und in der Welt die danach kommt. Wahrlich, Du hast die Macht über alles.

Transliteration

„BISMILLA HIR RAHMA NIR RAHIM „Ya man yamliku hawa2ijas-sa2ilina wa ya3lamu damiras-samitina. Li kulli mas2alatin minka sam3un hadirun wa jawabun 3ateedun Allahumma wa mawa3idukas sadiqatu wa ayadikal fadilato wa rahmatukal wase3atu fa 2as2aluka an tusalliya 3ala Muhammadin wa Aale Muhammadin wa an taqdiya hawa2ji liddunya wal Achirati innaka 3ala kulli schaiy2in Qadir.


2. Dieses Bittgebet hat Imam as-Sâdiq (a) täglich im heiligen Monat Rajab rezitiert:

Transliteration 

BISMILLA HIR RAHMA NIR RAHIM

Khabal Wafedoona `ala ghaireka wa khaseral muta arrezoona illa laka waza`al mullimmoona illa beka wa ajdabal muntaje`oona illa man intaja`a fazlaka baboka maftoohun lir raghebeena wa khairoka mabzoolun littalebeena wa fazloka mubahun lis-sa`eleena wa nailoka mutabun lil `aameleena wa rizqoka mabsootun leman  `asaka wa hilmoka mo`tarezun leman nawaka adatokal ehsano ilal musi-eena wa sabeelokal ibqa`o alal mo `tadeena.  Allahumma fadeni hudal mohtadeena warzuqni ijtehadal mujtahedeena wa la taj`alni minal ghafeleenal mub `adeena waghfirli yaumaddeen.


3. Dieses Bittgebet wird ebenfalls von Imam as-Sâdiq (a) überliefert: 

Deutsch

Im Namen Allahs des Gnädigen des Barmherzigen

O mein Allah! Ich flehe Dich um die Haltung und Selbstbeherrschung der Dankbaren, um die Bereitschaft der Behutsamen in Ehrfurcht vor der Ehrerbietung dir gegenüber, um den sicheren, gewissen Einsatz der Anbeter.

O mein Allah! Du bist der allmächtigste und ich bin Dein Diener, ein armer, elender Bedürftiger, Du bist der lobenswerte der genug hat, und über allen Bedürfnissen steht, und ich bin der bedeutungslose, unwichtige Abhängige.

O Allah, sende Segnungen auf Muhammad und auf die Kinder von Muhammad, zeige Deine Gnade und gewähre mir Deine Unterstützung, aufgrund Deiner grenzenlosen Zulänglichkeit in meiner Not; aufgrund Deiner Nachsicht bei meiner Unwissenheit; aufgrund Deiner Macht bei meiner Schwäche, O Mächtiger! O Allmächtiger! O mein Allah, sende Segnungen auf Muhammad und seine Nachkommenschaft, die anerkannten, lobenswerten Nachfolger und befreie mich von dem was mein Herz bricht und mich trübt mit Sorgen in weltlichen Angelegenheiten und über mein Schicksal am Tag des jüngsten Gerichts, o Allbarmherziger!

Transliteration

Bismillah al rahman al rahim. Allahumma inni as-aluka sabrasch-schakirina laka, wa 3amalal cha2ifina minka, wa yaqina al 3abidina laka. allahumma anta al 3aliyul 3azimu, wa-ana 3abduka alba2isul faqiru, anta alghaniyul hamidu, wa-ana al 3abdu althalilu. allahumma salli 3ala muhammadin wa-alihi wamnun bighinaka 3ala faqri, wabihilmika 3alai jahli, wabiquwwatika 3ala da3fi, ya qawiyyu ya 3azizu. allahumma salli 3ala muhammadin wa-alihi al-awsiya3il-mardiyyina, wak-fini ma ahammani min amrid-dunya wal 2akhirati ya arhama arrahimina.


4. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


5. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


6. Folgendes Bittgebet ist empfohlen jeden Tag im heiligen Monat Rajab zu rezitieren:


7. Von Imam as-Sâdiq (a) wird überliefert, dass man folgendes Bittgebet jeden Morgen und Abend und nach jedem Gebet im heiligen Monat Rajab rezitieren sollte:

Transliteration

BISMILLAHIR-RAHMAANIR-RAHEEM.  ALLAHUMMA SWALLI `ALAA MUHAMMADINW WA-AALI MUHAMMAD.

YAA MAN ARJOOHOO LIKULLI KHAYR WA-AAMANU SAKHATAHOO `INDA KULLI SHARR YAA MANYU`TIL-KATHEERA BIL-QALEEL YAA MANYU`TEE MAN SA-ALAH YAA MANYU`TEE MAN LAM YAS-ALHU WA-MAL-LAM YA`RIFHU TAHANNUNAM MINHU WARAHMAH A`TINEE BIMASALATEE IYYAAK JAMEE`A KHAYRID-DUNYAA WAJAMEE`A KHAYRIL-AAKHIRAH WASRIF `ANNEE BIMAS-ALATEE IYYAAK JAMEE`A SHARRID-DUNYAA WASHARRIL AAKHIRAH FAINNAHOO GHAYRU MANQOOSIN MAA A`TAYT WAZIDNEE MIN FADHLIKA YAA KAREEM

YAA DHALJALAALI WALIKRAAM    YADHANNI`MAAI WALJOOD   YADHAL-MANNI WATTAWL   HARRIM SHAYBATEE `ALAN-NAAR.


8. Mindestens 100 mal folgendes sagen:

„Astaghfirulaahallad’ee Laa ilaaha illaa huwa Wah’dahoo laa shareeka lahoo wa atoobu ilayh“


9. Folgendes 1000 mal im heiligen Monat Rajab sagen:

„Laa ilâha illAllah“


10. Folgendes 1000 mal im heiligen Monat sagen:

„Astaghfirullaha z’al-jalâli wal-ikrâm, min jamî‘ az‘-z’unûbi wal-âthâm“

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Kurz: Was ist eine Ziyâra? https://bufib.de/was-ist-eine-ziyara/ Sat, 19 Apr 2014 08:58:09 +0000 http://bufib.de/?p=1411  

Das arabische Wort „Ziyâra“ stammt vom Wort „zâra“, was so viel bedeutet wie: besuchen, heimsuchen. In unserem Zusammenhang können wir zwei Bedeutungen festhalten: Zum einen der physische Besuch einer heiligen Stätte, d.h. man geht, fährt oder fliegt persönlich an einen heiligen Ort, um dort überlieferte Handlungen zu tun. Zum anderen ist die „Ziyara“ ein „Besuch“ mit dem Herzen, d.h. man spricht die Liebe zu einer bestimmten Person oder Personengruppe aus. Dies tut man entweder direkt in der Nähe der Person oder aber auch aus der Ferne. Die bekannteste Einleitung einer „Ziyara“ ist, nachdem man mit dem Namen Allah, des Erhabenen, begonnen hat, dass man sagt: „As-Salamu A’layk ….“, d.h. „Der Friede sei auf/mit dir …“. Wir wünschen damit jener Person den Frieden und Segen Gottes.

 

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Etikette: Essen https://bufib.de/etikette-essen/ Sun, 13 Apr 2014 01:53:06 +0000 http://bufib.de/?p=1367 In diesem Artikel möchten wir über die Etikette des Essens berichten. Wir teilen in „empfohlen“ (mustahabb) und „verpönt“ (makruh) auf. Am Ende werden wir noch ein paar verbotene Dinge nennen, die sich auf das Essen beziehen. 

Empfohlen

  • Das Mittagessen früh einnehmen. (D.h. nicht erst am Nachmittag). Es heißt, dass es das Leben verlängert.
  • Das Abendbrot nach dem Spätabendgebet (s’alât al-i’shâ‘) einnehmen. 
  • Die Hände vor und nach dem Essen waschen. Egal, ob man nur mit einer oder beiden Händen gegessen hat und ebenso spielt es keine Rolle, ob man mit der Hand oder einem Gegenstand (wie einen Löffel) gegessen hat.
  • Der Hausherr wäscht sich – vor Beginn des Essens – vor seinem Besuch die Hände und dann der, der rechts von ihm sitzt und immer so weiter bis der letzte Besucher an der Reihe war. Nach dem Essen beginnt nicht der Hausherr, sondern derjenige, der links von ihm sitzt und immer so weiter bis dann schließlich der Hausherr, der letzte ist, der sich die Hände nach dem Essen wäscht. Einige Überlieferungen scheinen jedoch eine Ausnahme dabei zu machen: Wenn ein Rechtsgelehrter anwesend ist, denn dann beginnt dieser vor dem Hausherrn und den anderen Besuchern.  
  • Der Hausherr beginnt vor allen anderen mit dem Essen und hört als letzter auf. (Anmerkung: Dies kann daran liegen, dass der Besuch sich eventuell schämt mit dem Essen anzufangen bzw. sich schämt noch weiter zu essen, vor allem wenn der Besucher der einzige ist, der noch isst. Von daher fühlt sich der Besuch mit dieser Etikette beim Essen „wohler“.)
  • Vor dem Beginn des Essens mit der „Basmala“ (Bismillahir-Rah’mânir-Rah’îm) beginnen und außerdem gibt es noch bestimmte Bittgebete, die man rezitieren kann. 
  • Bei jedem neuen Bissen die „Basmala“ rezitieren. Auch dann, wenn man es vergessen hat am Anfang zu tun, so sollte man es tun, sobald es einem wieder einfällt beim Essen.
  • Nach der „Basmala“ auch direkt „Al-H’amdulillahi Rabbil A’âlamîn“ (Dank sei Allah, dem Herrn der Welten) sagen. Es heißt, wenn man dieses sagt, d.h. „Bismillah wal-H’amdulillahi Rabbil A’âlamîn“, bevor der Bissen noch im Mund ist, so wird Allah, der Erhabene, diesem Menschen seine Sünden, noch bevor er diesen Bissen in seinem Mund hat, verzeihen.
  • Beim Essen sollte man in einer demütigen Haltung sein. Es wird überliefert, dass der heilige Prophet Mohammad (s) beim Essen, so wie in der „Tashahhud Position“ gegessen hatte und dabei seinen rechten Fußrücken auf seine linke Fußsohle lag.
  • Vor dem Essen mit etwas Salz oder Essig beginnen und auch mit einem von beiden beenden. Es heißt, wenn man mit Salz beginnt und damit auch das Essen wieder beendet, so wird man von 72 Arten von Plagen verschont (wie z.B. Vitiligo, Lepra, Verrücktheit, Hals-, Zahn- und Bauchschmerzen). Und es wird überliefert, dass, wenn man mit Essig beginnt, es das Gehirn und den Verstand stärkt. Außerdem wird überliefert, dass die Imame (a) mit Salz begannen und mit Essig das Essen beendeten. 
  • Mit der rechten Hand essen, wenn man kann. Es ist jedoch überliefert, dass folgende zwei Dinge mit beiden Händen gegessen wird: die Weintrauben und der Granatapfel.
  • Das Essen klein kauen.
  • So wenig wie möglich in die Gesichter der anderen Essenden schauen.
  • Schuhe ausziehen.
  • Länger am Esstisch bleiben und dabei Dankpreisungen sprechen. Dies sollte auch mit (lauterer) Stimme passieren, d.h. so dass man es hören kann.
  • Mit mindestens drei Fingern essen (Daumen, Zeige- und Mittelfinger). Noch besser wäre es mit allen Fingern zu essen.
  • Dem Gläubigen vom Essen, Trinken und Süßigkeiten abgeben.
  • Wenn das Brot auf dem Esstisch liegt, so nicht auf den Rest des Essens warten.
  • Das Brot mit der Hand zerteilen.
  • Das Essen abkühlen lassen, jedoch nicht komplett, sondern bis es noch bis kurz davor, bevor es komplett abgekühlt ist. 
  • Nach dem Essen den Dank an Allah (swt) aussprechen und es werden weitere Bittgebete dafür überliefert. Eine Form der Danksagung wäre z.B.: „Al-H’amdulillahil-laz’i yut‘-i’mu wa lâ yut‘-a’m“ (Dank sei Allah, Dem, Der ernährt und nicht ernährt wird).
  • Nach dem Essen für den Hausherren (wenn man bei jemanden zu Besuch war) beten.
  • Nach dem Essen und vor dem Waschen, die Finger „ablecken“. (Es wird gesagt, dass es wissenschaftlich bewiesen sei, dass dadurch die Produktion von Amylase bzw. Speichel-Amylase (α-Amylase 1) unterstützt wird, was die Verdauung anregt und eine Flatulenz (Blähungen) verhindert.)
  • Wie zuvor beschrieben: Sich nach dem Essen die Hände waschen. Mit der restlichen Feuchtigkeit sich über das Gesicht, den Kopf und die Augenbrauen streifen. Und den Rest der Feuchtigkeit mit einem Tuch abtrocknen (jedoch nur beim Waschen nach dem Essen und nicht davor).
  • Nach dem Essen und Waschen: sich den Mund mit Cyperus (as-su’d) ausspülen. (Heute, im 21. Jhd. wird in vielen Mundspülungen „Cyperus rotundus“ benutzt, da man herausgefunden hat, dass es eine positive Wirkung im Mund und Körper dadurch gibt.) Man soll den Mund damit wirklich nur ausspülen und nicht herunterschlucken, da dies dann negative Auswirkungen hat.
  • Nach dem Essen sich die Zähne putzen.
  • Nach dem Essen – besonders das Mittagessen – sich ausruhen, indem man sich auf dem Rücken legt und das rechte Bein auf das linke legt.  
  • Nach dem Aufstoßen „Al-H’amdulillah“ (Lob sei Allah) zu sagen. Wenn es geht, so sollte man das Aufstoßen verkürzen.
  • Versammlung beim Essen, d.h. dass man mit mehreren zusammen isst. Und dass der Mann mit seiner Familie (Frau und Kinder) zusammen isst. Wenn man Arbeiter und Dienstleute hat, so sollen diese am selben Platz, wie alle anderen auch sitzen.

Verpönt

  • Das Abendessen zu unterlassen, besonders an den Abenden zum Samstag und Sonntag. Es heißt, dass, wenn man es unterlässt, dadurch eine Stärke schwindet, die vierzig Tage nicht wiederkehrt.
  • Im Schneidersitz oder sich mit dem Rücken anlehnend essen.
  • Auf dem „Markt“ (as-sûq) essen. (Anmerkung: Damit ist nicht nur der „Marktplatz“ im Besonderen gemeint, sondern im Allgemeinen, wie z.B. Einkaufszentren.
  • Beim Gehen essen, außer es liegt eine Dringlichkeit dazu vor.
  • Bei Völlegefühl essen. (Das heißt nur bei Hungergefühl essen.)
  • Mit zwei Fingern essen.
  • Beim Essen ein Tuch auf den Schoß legen.
  • Das Brot unter den Teller legen.
  • Das Brot mit dem Messer schneiden oder mit den Zähnen zerreißen. 
  • Sehr heißes Essen verzehren.
  • Auf das Essen (und Trinken) „pusten“. Jedoch wird erwähnt, dass es kein Problem ist, wenn es zum Abkühlen ist. Wiederum kann man dies in Bezug auf den Fall der Dringlichkeit (ad‘-d’arûrah) beziehen. 
  • Sich „vollessen“. Es wird überliefert, dass man dem Teufel am nähsten ist, wenn man den „Bauch“ voll hat. Außerdem wird überliefert, dass Allah (swt) es verabscheut, wenn Sein Diener einen überfüllten „Bauch“ hat.   
  • Sich vor dem Waschen, das nach dem Essen gemacht werden soll, die Hände mit einem Tuch abwischen.
  • Das Essen mit dem Fuß zu Tisch „schieben“ und es kann sogar verboten (h’arâm) sein, wenn es als Verhöhnung (ihânah) gemeint ist.
  • Beim Aufstoßen den Kopf gen Himmel zu erhöhen.
  • Den Dienstleuten einen anderen Platz zum Essen geben.
  • Allein essen.
  • Das nicht Aufgegessene oder nicht Ausgetrunkene ohne Deckel zu lassen. 

 Verboten (h’arâm)

  • An einem Tisch/Platz sitzen, an dem auch Alkohol oder andere Rauschmittel sind. Selbst dann, wenn man selbst keinen Alkohol trinkt oder sonstige verbotene Dinge zu sich nimmt. 
  • Das Essen und das Trinken aus goldenen oder silbernen Behältern (Tassen, Teller).

 

Allgemein zur Zeit

Wenn die Gebetszeit eingetreten ist: Wenn man die vorzügliche Zeit (waqt al-fad’îlah) des Gebetes nicht verpasst und nicht träge für das Gebet wird, so isst man vorher, sonst betet man vor dem Essen.


Wir beanspruchen keine Vollständigkeit der Auflistung. Bei Tippfehlern bitten wir um eine Benachrichtigung an info@bufib.de – Vielen Dank –

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Kurze Bittgebete nach jedem Gebet https://bufib.de/kurze-bittgebete-nach-jedem-gebet/ https://bufib.de/kurze-bittgebete-nach-jedem-gebet/#comments Thu, 10 Apr 2014 02:46:34 +0000 http://bufib.de/?p=1257 [tabs ]
[tab title=“Frühgebet (fajr)“]

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[tab title=“Mittagsgebet (dhuhr)“]

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[tab title=“Nachmittagsgebet (a’sr)“]

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[tab title=“Abendgebet (maghrib)“]

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[tab title=“Spätabendgebet (i’sha)“]

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Die Würde der Gelehrten (Ulama) https://bufib.de/die-wuerde-der-gelehrten-ulama/ Fri, 04 Apr 2014 17:48:46 +0000 http://bufib.de/?p=957 Imam as-Sadiq (a) sagte: „Die Könige sind die Herrscher über das Volk und die Gelehrten sind die Herrscher über die Könige“. (Quelle: Mizân al-H‘ikmah)

Es gibt keinen Zweifel, dass die wahren und rechtschaffenen Gelehrten schon immer einen besseren Status als alle Könige und Herrscher zusammen genossen haben. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Weltherrscher sich schon immer respektvoll vor den Gelehrten verbeugt haben oder sie haben Wege und Mittel gefunden, sie entweder von der Gesellschaft zu isolieren oder sie zu töten, da sie sie als Bedrohung betrachtet hatten.

„Sprich: «Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?» Allein nur die mit Verstand Begabten lassen sich warnen.“ (39:9)

Es wird berichtet:

Es gab einen großen Gelehrten zur Zeit des zehnten Imams, Imam al-Hadi (a). Einst hatte ein Feind der Ahlul-Bayt (a) eine Debatte mit diesem Gelehrten und der Gelehrte übertrumpfte ihn mit Koranversen und prophetischen Traditionen. Eines Tages kam dieser Gelehrte in eine Versammlung, welche hauptsächlich aus Muslimen des Stammes Bani Haschim bestand und auch Imam Al-Hadi (a) war anwesend. Im Zentrum dieser Versammlung saß der Imam (a) und an diesem Ort lag auch ein großes Kissen. Sobald der Imam (a) diesen Gelehrten sah, erhob er (a) sich von seinem Platz und bat den Gelehrten nach vorne zu kommen und der Imam (a) brachte ihn schließlich dazu, sich neben ihn zu setzen und bat ihm das Kissen zum Ausruhen an. Ein alter Mann, der dem Stamme der Bani Haschim angehörte gefiel dies nicht. Deswegen beschwerte er sich, indem er sagte: „Oh Sohn des Propheten! Wie kannst du eine gewöhnliche Person vor einem Sayyid, der der Nachkommenschaft des Abu Talib und Abbas angehört, bevorzugen?“ Als unser Imam (a) dies hörte, war er sehr verärgert über diese Worte und begann Verse des Heiligen Korans zu rezitieren, um die Stellung eines Gelehrten gegenüber jeden anderen zu belegen. Imam al-Hadi (a) fragte die anwesenden Leute: „Glaubt ihr an die Gebote Allahs im Heiligen Koran?“ Alle sagten: „Ja!“ Dann sagte der Imam (a): „Hat Allah, der Erhabene, nicht gesagt: Allah wird die unter euch, die gläubig sind, und die, denen Wissen gegeben ward, in Rängen erhöhen. Und Allah ist wohl kundig dessen, was ihr tut. (58:11). Denn wisse, Allah liebt einen Gläubigen mit Wissen mehr als einen Gläubigen ohne Wissen. (Nun sage mir) hat Allah, der Erhabene, nicht auch gesagt: Sprich: «Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?» Allein nur die mit Verstand Begabten lassen sich warnen. (39:9)

Also warum versucht ihr Leute mich daran zu hindern jemanden die Ehre zu erweisen, der von Allah, der Glorreichen, bevorzugt wurde? Dieser Gelehrte hat sein Wissen verwendet, mit dem Allah ihn gesegnet hat und unseren Feind damit übertrumpft. Diese Handlung ist in meinen Augen besser als jede Familienbande und Beziehungen“. (Quelle: Al-Ih’tijâj)

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