Praxis – Bund für islamische Bildung https://bufib.de Tue, 27 Oct 2020 19:48:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.3.5 https://bufib.de/wp-content/uploads/2017/04/Favicon-75x75.png Praxis – Bund für islamische Bildung https://bufib.de 32 32 Fastenregeln https://bufib.de/fastenregeln/ Thu, 15 Dec 2016 11:44:26 +0000 http://bufib.de/?p=1771 Hier zum Download des Flyers

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Bedingungen des Gemeinschaftsgebetes https://bufib.de/bedingungen-des-gemeinschaftsgebetes/ Thu, 15 Dec 2016 10:09:21 +0000 http://bufib.de/?p=1768 Hier zum Download

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Wie muss ich handeln, wenn ich ein Rechtsurteil erhalte? https://bufib.de/wie-muss-ich-handeln-wenn-ich-ein-rechtsurteil-erhalte/ Thu, 15 Dec 2016 10:07:40 +0000 http://bufib.de/?p=1767 Hier zum Download

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Das Naturphänomengebet (ṣalāt al-āyāt) https://bufib.de/das-naturphaenomengebet-%e1%b9%a3alat-al-ayat/ Thu, 15 Dec 2016 10:04:03 +0000 http://bufib.de/?p=1765 Hier zum Download

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Das Gebet von Jaʿfar aṭ-Ṭayyār (a) https://bufib.de/das-gebet-von-ja%ca%bffar-a%e1%b9%ad-%e1%b9%adayyar-a/ Thu, 15 Dec 2016 10:01:07 +0000 http://bufib.de/?p=1764 Hier zum Download

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Das Fasten https://bufib.de/das-fasten/ Mon, 06 Jun 2016 10:00:57 +0000 http://bufib.de/?p=1662 Als Fasten [arab. as-sawm – الصوم ] bezeichnet man im Islam das Unterlassen von gewissen festgelegten Fastenbrechern ab der Morgendämmerung [fajr] bis hin zur Abenddämmerung [maghrib] eines Tages.

Schon in den vorhergehenden himmlischen Religionen wurde das Fasten praktiziert, worauf der heilige Quran selbst hindeutet, in dem es heißt: „O ihr Gläubigen euch ist das Fasten vorgeschrieben, wie es auch denjenigen, die vor euch waren, vorgeschrieben ward, damit ihr gottesehrfürchtig werdet.“[1] Auch unter den Götzendienern war das Fasten verbreitet, schon die alten Ägypter und Römer fasteten an verschiedenen Tagen im Jahr.

Das Fasten wird zu den zehn Zweigen der Religion [furu‘-ud-din] gezählt und stellt speziell im Monat Ramadan, dem 9. Monat des islamischen Mondkalenders, eine Pflicht für die Menschen dar, so heißt es im heiligen Quran:

„Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’aan als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten.“[2]

Zu dem Wort „Ramadan“ gibt es verschiedene Ansichten unter den Gelehrten. Einige sagten, diese Bezeichnung sei einer der Namen Allahs, des Erhabenen. Andere wiederrum merkten an, dass es von dem arabischen Wort „ramd‘“ abstamme, was den Regen im Herbst bezeichnet, der den Schmutz und den Staub vom Boden entfernt und diesen damit reinigt. Einige haben diese Bedeutung auf die Seele des Menschen bezogen, die durch das Fasten gereinigt wird, wobei der Regen die vielen Gaben des Herrn, Erhaben ist Er, die im heiligen Monat Ramadan niedergesandt werden, darstellen soll.

Ein Mondmonat dauert entweder 29 oder 30 Tage und wird durch verschiedene Mondsichtungsmethoden festgelegt und bestätigt. Und so liegt auch die Dauer des heiligen Monats Ramadan jährlich in diesem Bereich.

Damit das Fasten von einer Person überhaupt angenommen wird, müssen sieben Bedingungen erfüllt sein:

1. Der Islam (d.h. man muss Muslim sein)
2. Die Vernunft (d.h. man darf nicht verrückt sein)
3. Die religiöse Reife
4. Bei Bewusstsein sein
5. Nicht in der Regelblutung oder dem Wochenbett sein
6. Die Fähigkeit (d.h. körperlich das Fasten ertragen können)
7. Nicht auf einer Reise sein, die zum Fastenbruch führt.

Während der Fastenzeit (d.h. von Morgendämmerung bis Abenddämmerung) ist der Fastende verpflichtet sich von einigen Handlungen fernzuhalten, damit sein Fasten nicht gebrochen wird.

Zu den Fastenbrechern zählen:

1.&2. Essen und Trinken
3. Der Geschlechtsverkehr
4. Der Samenerguss
5. Das absichtliche Verbleiben im Zustand der großen Unreinheit, sei es im Janabazustand, im Zustand der Regelblutung oder der des Wochenbettes
6. Das absichtliche Verbreiten der Lüge über Allah, den Erhabenen oder der Ahlulbayt (a.).
7. Das absichtliche Eintauchen des kompletten Kopfes in Wasser (nach Ansicht der Allgemeinheit der Gelehrten)
8. Das Erreichen des dichten Staubes in den Rachenraum
9. Der flüssige Einfluss
10. Das absichtliche Erbrechen

Es sei angemerkt, dass diese Fastenbrecher nur in der aktiven Fastenzeit, d.h. zwischen Morgendämmerung und Abenddämmerung unterlassen werden müssen. Sobald das Fasten am Abend gebrochen ist, sind diese Taten bis zur Morgendämmerung wieder gestattet, ausgenommen jene Handlungen, die an sich verboten sind, wie z.B. das absichtliche Verbreiten von Lügen über Allah, den Erhabenen.

Betrachtet man die Überlieferungen des Propheten (s.) und seiner reinen Familie (a.), so erkennt man, dass dem Fasten drei Stufen zu geschrieben werden. Eine davon ist dringend notwendig einzuhalten, um an sich die Akzeptanz des Fastens sicherzustellen und die anderen beiden sind ein Ideal, das unbedingt angestrebt werden sollte, damit das Fasten eines Jeden veredelt wird.

Die erste Stufe entspricht der allgemeinen Verpflichtung des Fastens und der Unterlassung der erwähnten Fastenbrecher, wie z.B. Essen, Trinken oder Geschlechtsverkehr.

Die zweite Stufe enthält zusätzlich zur Einhaltung der ersten Stufe, d.h. der Unterlassung der Fastenbrechen, das allgemeine Meiden von Sünden, die mit dem Körper vollzogen werden, wie z.B. dem Lügen mit der Zunge, dem Hören von verbotener Musik mit dem Ohr oder dem verbotenen Blick mit dem Auge.

Die dritte Stufe enthält zusätzlich zur Einhaltung der ersten beiden Stufen, das Fasten des Herzens, d.h. dass man nicht mal die Absicht hat eine Sünde zu begehen, oder gar nicht erst schlechte Gedanken aufkommen und man sich von den diesseitigen Gedanken distanziert und somit seine ganze Aufmerksamkeit und sein Fokus auf Allah, den Erhabenen legt.

Neben dem verpflichtenden Fasten im Monat Ramadan, gibt es auch bestimmte Tage im Jahr, an denen es empfohlen ist zu Fasten und wiederum andere Tage, an denen es gar verboten oder verpönt ist.

Eine bestimmte Form des Fastens wird als das „Sprachfasten“ bezeichnet, wobei bekannt ist, dass die heilige Maria (a.) zu dieser Form des Fastens von Allah dem Erhabenen aufgefordert wurde und selbst im heiligen Quran darüber berichtet wird: „…Und wenn du einen von den Menschen siehst, dann sprich: „Ich habe dem Allerbarmer zu fasten gelobt, darum werde ich heute mit keinem Menschen reden.“[3]


[1] Heiliger Quran, Sure Baqarah, Vers 183

[2] Heiliger Quran, Sure Baqarah, Vers 185

[3] Heiliger Quran, Sure Mariam, Vers 26

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Der heilige Monat „Rajab“ https://bufib.de/der-heilige-monat-rajab/ Fri, 08 Apr 2016 11:13:16 +0000 http://bufib.de/?p=1540 Der Monat Rajab und die beiden darauffolgenden Monate Sha’bân und Ramadân sind die drei heiligsten Monate im islamischen Mondkalender. In den Überlieferungen des Propheten Mohammad (s) lesen wir über viele Vorzüglichkeiten und Taten, die mit diesen Monaten verbunden sind. Er (s) sagte: „Rajab in der Monat Allahs, Sha’bân ist mein Monat und Ramadân der Monat meiner Gemeinschaft (ummah).“ 

Über die Bedeutung des Wortes „Rajab“ wird folgendes berichtet: „Rajab ist ein Fluss im Paradies, der weißer ist als Milch und süßer als Honig. Wer darin (im Monat Rajab) einen Tag fastet, dem lässt Allah, erhaben ist Er, von diesem Fluss trinken.“ 

Mit dem Eintritt in den heiligen Monat Rajab fängt eine besonders spirituelle Zeit im Islam an. Es wird überliefert, dass dieser Monat der Beginn einer ganz besonderen Barmherzigkeit und Gnade Allah, des Erhabenen, ist. Es ist eine Zeit der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit. Es ist eine Zeit der Reue und des Neuanfangs. Es ist eine Zeit des, in der man seinem Nächsten besondere Liebe und Barmherzigkeit zeigt. Sei es die Familie, Freunde oder Nachbarn. Lass uns gemeinsam unser „Ich“ stärken, indem wir es an den Schöpfer binden, denn nur durch die Liebe zum Ursprung ist unser Leben vollkommen. Eine Bindung mit Gott hat jedoch eine ganz elementare Voraussetzung: Aufrichtigkeit. Aufrichtigkeit bedeutet, dass man etwas aus Liebe zu jemanden tut. Und jede Handlung sollte auf Aufrichtigkeit für Allah, dem Erhabenen, basieren.  

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man einem Menschen verzeihen kann.

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man keinen Streit schürt.

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man respektvoll mit jeder Kreatur des Universums umgeht.

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man bereut.

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man einander zuhört.

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man gerecht ist.

Aufrichtigkeit bedeutet, dass man ehrlich zu sich selbst ist.  

Möge Allah, der Erhabene, uns Menschen aufrichtiger machen und Eure und unsere Taten, besonders in diesen heiligen Monaten, akzeptieren.

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Das Bittgebet https://bufib.de/das-bittgebet/ Wed, 14 Oct 2015 18:41:42 +0000 http://bufib.de/?p=1656 Das Bittgebet [arab. ad-du’aa – الدعاء] ist in seinen verschiedensten Formen nichts anderes als ein Ausdruck und Eingeständnis der Schwäche und Unvollkommenheit des Menschen gegenüber seinem vollkommenen, allmächtigen Schöpfer. Diese enge und tiefsinnige Beziehung des Menschen zu seinem Herrn kann verschiedene Gestalten und Formen annehmen. Bittgebete enthalten für üblich Lobpreisungen und Danksagungen an den erhabenen Herrn und sind gefüllt mit Bitten und Flehen für die Erfüllung gewisser Wünsche und Bedürfnisse sowohl im Dies- als auch im Jenseits.

Je nach Zeit, Ereignis und Wunsch, gibt es verschiedene Bittgebete durch die der Gläubige sich Allah, dem Erhabenen nähern kann. Beispielsweise gibt es spezielle Bittgebete, die nach jedem Pflichtgebet rezitiert werden sollen, oder gar mitten im Gebet nach dem zweiten Gebetsabschnitt im sogenannten „qunuut“. Weiterhin gibt es Bittgebete an gewissen Tagen, wie z.B. Wochentagsbittgebete, zu bestimmten Ereignissen und an festgelegten Nächten, wie z.B. in der Nacht der Bestimmung oder aber für die Erfüllung spezieller Wünsche, wie z.B. dem Stärken des Gedächtnisses oder für die Heilung einer Krankheit.

Ein Bittgebet oder eine Anrufung ist grundsätzlich nicht unbedingt an eine gewisse Form gebunden und kann auch frei, basierend auf den inneren Bedürfnissen des Bittenden, gesprochen werden. Allerdings da der Mensch nicht fähig ist, in einer solch ehrhaften und würdigen Art mit Allah, dem Erhabenen zu sprechen, wie der Propheten (s.) und seine reine Familie (a.), wurden uns durch sie viele Bittgebete übermittelt. Zu den bekanntesten Bittgebeten zählt Dua Kumayl . Dieses Bittgebet stammt in Wirklichkeit vom Fürsten der Gläubigen Imam Ali (a.), der es seinem treuen Gefährten Kumayl ibn Ziyad vorgetragen hat, wodurch es später unter dem Namen „Bittgebet von Kumayl“ bekannt wurde.

Grundsätzlich ist es möglich ein Bittgebet in jeder vorhandenen Sprache zu äußern, wodurch dem Gläubigen eine größere Möglichkeit geboten ist, seine Bedürfnisse auf die Art anzusprechen, die ihm am besten passt und das was er von sich gibt auch richtig zu verstehen und verinnerlichen zu können.

Zu den einleitenden Handlungen, die vor dem Beginn der Rezitation eines Bittgebets erfolgen sollten, um dadurch diese empfohlenen Taten zu veredeln, zählen folgende:

a. Die rituelle Waschung (al-Wudhu).

b. Die Zuwendung Richtung Kaaba (al-Qibla).

c. Mit der Rezitation der Basmalah sowie dem Segensspruch auf den Propheten (s.) und seine reine Familie (a.) – dem Salawat – zu beginnen und mit Letzterem auch abzuschließen.

d. Die Reue und Bitte um Vergebung der Sünden.

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Der heilige Monat Sha’bân https://bufib.de/der-heilige-monat-shaban/ Fri, 30 May 2014 18:52:51 +0000 http://bufib.de/?p=1588 Der heilige Monat Sha‘bân ist der zweite von den drei heiligsten Monat des gesamten Jahres. Außerdem ist es der Monat des gesegneten Propheten Mohammad (s) und über die Vorzüglichkeit dieses heiligen Monats gibt es sehr viele Überlieferungen. Zudem wurde dieser großartige Monat mit mehreren Geburten einiger der reinen Imame (a) geschmückt.

Tag Ereignis
3 Geburtstag von Imam al-Hussain (a)
4 Geburtstag von Abi Fadl al-Abbas (a)
5 Geburtstag von Imam Zain al-Abidîn (a)
11 Geburtstag von Ali al-Akbar (a)
15 Geburtstag von Imam al-Mahdi (a)
23 Beginn der „Moscheewoche“

 

Gottesdienste

Es gibt mehrere Gottesdienste, die empfohlen sind, in diesem Monat zu verrichten. In diesem Flyer werden wir einen kleinen Ausschnitt dieser Handlungen wiedergeben, wogegen die Einzelheiten den entsprechenden Werken, wie „Mafâtîh‘ al-Jinân“, zu entnehmen sind. 

1. Fasten:
Prophet Mohammad (s): „Sha‘bân ist mein Monat und es ist der beste nach dem Monat Ramadân, so, wer darin einen Tag fastet, dessen Fürsprecher werde ich am Jüngsten Tag sein.
2. Spende:
Imam as-Sadiq (a): „Spendet in diesem Monat, selbst wenn es (nur) eine halbe Dattel wäre.
3. Segensgrüße auf den Propheten und seine reine Nachkommenschaft. D.h.: „Allahumma s‘alli a‘la Mohammad wa Âli Mohammad
4. Allah (swt) um Vergebung bitten (al-istighfâr):
Imam Ali ar-Rida (a): „Wer Allah, erhaben ist Er, jeden Tag im Monat Sha‘bân 70 Mal um Vergebung bittet, so vergibt Allah ihm seine Sünden, selbst dann, wenn diese so viele, wie es Sterne (am Himmel) gibt, wären.
5. Allah (swt) gedenken:
Aus mehreren Überlieferungen wird deutlich, dass viele Handlungen, die man in diesem Monat macht, höher als in anderen Monaten angerechnet wird, wie z.B. folgendes zu sagen: „Es gibt keinen Gott, außer Allah.
(Lâ ilâha illallah)
6. Spezielles Gebet:
Imam as-Sadiq (a): „Wer an jedem Donnerstag im Monat Sha‘bân zwei Raka‘ (Gebetsabschnitte) betet mit je: einmal die Sure al-Fâtiha (1. Sure) und 100-mal die Sure al-Ichlas (112. Sure) zu rezitieren und nach dem Gebet 100-mal den Gesandten Gottes und seiner reinen Familie den Segen zu wünschen, dem wird jeder religiöse und weltliche Wunsch erfüllt.

15. Sha‘bân

Manchmal gehen Tage, Wochen oder gar Monate vorbei, an denen man nicht dem 12. Imam (af) gedenkt oder sogar grüßt. Umgekehrt sind wir mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, die uns wichtiger erscheinen. Der 15. Sha‘bân, der Geburtstag des heiligen, erwarteten Imams (a) – Imam al-Mahdi (af) – ist eine passende Gelegenheit für uns, unsere Prioritäten neu zu setzen. Die Nacht zum 15. Sha‘bân ist die heiligste Nacht, nach Laylatul-Qadr, die es im Jahr gibt. Es wird folgendes überliefert: „Dies ist eine Nacht, in der keine Person zu Allah betet, ohne dass ihre Gebete angenommen werden. Keiner fleht um etwas, ohne dass es ihm gewährt wird. Niemand fleht Allah um Vergebung, ohne dass Er ihm seine Sünden vergibt. Niemand wendet sich Allah reuig zu, ohne dass Er seine Reue nicht akzeptiert. Jemand, der sich der Güte dieser Nacht entzieht, hat sich definitiv von etwas Großartigem entzogen.

Es ist empfohlen, diese heilige Nacht im Gebet und Andacht bis zum Sonnenaufgang zu verbleiben.

Eines der Gebete des heiligen Propheten (s), das in der Nacht zum 15. Sha‘bân rezitiert werden sollte, lautet folgendermaßen: „O Gott! Gib uns Gottesfurcht, damit sie zwischen uns und dem Bösen stehe; und gib uns Gottesknechtschaft, damit sie uns zu deinem Paradiese führe; und gib uns Gottesglauben, sodass wir mit Leichtigkeit die Härten dieser Welt tragen.” 

Außerdem ist es empfohlen, in dieser Nacht “Dua Kumayl“ zu rezitieren.

Am Tage des 15. Sha‘bân ist folgendes empfohlen: Fasten, rituelle Ganzkörperwaschung (ghussl) und die Ziyârah von Imam Hussein (a) und Imam al-Mahdi (af) zu rezitieren.

Wie gesagt, der 15. Sha‘bân ist der Geburtstag des heiligen, erwarteten Imams, Imam al-Mahdi (af). Dieser Tag ist ihm gewidmet und so sollten wir uns auch verhalten. Die Wohnungen und Moscheen sollten dementsprechend geschmückt sein. Ab dem Kleinkindesalter sollten wir schon versuchen, unseren Kleinen einen Bezug zu unserem Imam der Zeit (af) zu verschaffen. Daher möchten wir an dieser Stelle, neben den Gottesdiensten, ein paar Vorschläge machen, wie man diesen Tag gestalten könnte: 

  • Fröhlichkeit unter den Menschen verbreiten
  • Über das Leben von Imam al-Mahdi (af) lesen
  • Eurer Familie und Freunden gratulieren (sei es auch nur über eine Kurznachricht)
  • Anwesenheit bei den Festveranstaltungen in den Moscheen
  • Den Kindern Geschenke machen und sie aufklären, was für ein besonderer Tag der Geburtstag von Imam al-Mahdi (af) ist
  • Süßigkeiten verteilen
  • An diesem Tag fasten und jemanden zum Fastenbrechen einladen
  • Gemeinsam das Bittgebet „Allahumma Kun li-Waliyyik…“ rezitieren: 

„Im Namen Gottes des Erbarmers, des Barmherzigen Oh Allah, segne Mohammad und die Familie Mohammads. Oh Allah, sei für Deinen Vertrauten, dem (beweiskräftigen) Argument, Sohn des Hassan (al-Askari) – Deine Segnungen seien auf ihm und auf seinen Vätern – sowohl in dieser Stunde als auch in jeder Stunde, ein Vertrauter und ein Hüter, ein Führer und ein Siegesbringer, ein Wegweiser und Vorausschauer, bis Du ihn schließlich) in Deine Erde gütig einziehen lässt, in der Du ihm (dann) lange Genuss gewährst.“ 

Moscheewoche

Die letzte Woche vom heiligen Monat Sha‘bân ist die „Moscheewoche“, d.h. es ist eine Zeit, in der wir uns wieder der Priorität und Wichtiggkeit der Moscheen bewusst werden sollten. Die Moschee ist ein Ort der inneren Ausgeglichenheit, der innigen Verbindung zu Allah (swt) und auch ein Ort der Zusammenkunft, der eine gesunde, verbundene Gesellschaft formt. Außerdem ist die Moschee ein Ort des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. „In der Gemeinschaft in der Moschee zu sitzen ist für mich besser, als im Paradies zu sitzen, denn wenn ich im Paradies sitze, bin ich zufrieden, wenn ich jedoch in einer Moschee sitze, ist mein Herr zufrieden.” Imam Ali (a)

Hier kannst Du unseren aktuellen Flyer zum heiligen Monat Sha’bân als PDF herunterladen: [button link=“https://bufib.de/wp-content/uploads/2014/05/Shaban-1435a.pdf“ preset=“green“]Download[/button]

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Die erste Nacht zum Freitag im heiligen Monat Rajab (Laylat al-Raghâ-ib) https://bufib.de/die-erste-nacht-zum-freitag-im-heiligen-monat-rajab-laylat-al-ragha-ib-heute/ Thu, 01 May 2014 14:18:55 +0000 http://bufib.de/?p=1550 Eine der heiligsten Nächte im Jahr ist die erste Nacht zum Freitag im heiligen Monat Rajab. Es ist eine Nacht der „Hoffnung und Wünsche“. Es ist eine Nacht der Bitte um Vergebung und eine besondere Zeit, um einen entschiedenen Schnitt im eigenen Leben zu machen, d.h. man sollte versuchen, sich in dieser Nacht zurückzuziehen, um die eigenen Sünden zu bereuen, eine spirituelle, innere Ruhe zu finden und dann sich selbst geloben, dass man den Makel ablegen und nur noch von dem Lichte der göttlichen Liebe kosten möchte.

Speziell für diese Nacht gibt es bestimmte überlieferte Handlungen, die man nicht verpassen sollte. 

Es ist empfohlen zwölf Gebetsabschnitte (rika’h) zu beten, d.h. sechs Gebete mit je zwei Gebetsabschnitten (ähnlich wie sechs Frühgebete). In jedem Gebetsabschnitt rezitiert man nach der Fatiha drei Mal die Sure al-Qadr (Sure 97; „Inna anzalnahu fi laylatil Qadr“) und zwölf Mal Sure al-Ikhlâs‘ (Sure 112, „Qul HuwAllahu Ah’ad“). Nach dem Beenden aller sechs Gebete (d.h. nach den zwölf Gebetsabschnitten) sollte man folgendes rezitieren, während man sitzen bleibt:

  • 70-mal„Allahumma S’alli a’la Muhammadinin-nabiyyil-ummiyi wa a’la Aalih“
  • Dann in der Niederwerfung (as-sujûd) rezitiert man 70-mal„Subbûh’un Quddûs rabbul malâ-ikati war-rûh’“
  • 70-mal im Sitzen„Rabbighfir war-h’am wa tajaawaz a’mmaa taa’-lam innaka antal a’lliyul aa’-z’am“
  • 70-mal in der Niederwerfung„Subbûh’un Quddûs rabbul malâ-ikati war-rûh’“

Damit wäre dieses Gebet beendet. Möge Allah, der Erhaben, Deine Gebete annehmen. 

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Das Gebet https://bufib.de/das-gebet/ Fri, 25 Apr 2014 16:01:59 +0000 http://bufib.de/?p=1496 Unter den Muslimen herrscht ein Konsens darüber, dass das „rituelle Gebet“ (as-salât) ein obligatorischer Bestandteil in den Gottesdiensten (al-i’badât) ist. Der Islam sieht, genauso wie die anderen monotheistischen Religionen, dass der Kern des Lebens die Verbindung zum Schöpfer ist. Ohne eine solche Verbindung kann der Mensch seinem eigentlichen Ziel: „der menschlichen Vervollkommnung“ nicht nachgehen. Eine Verbindung muss jedoch „gepflegt“ werden, sodass diese nicht unterbricht. Im Heiligen Quran heißt es daher auch in Bezug auf das Gebet: „… verrichte das Gebet, um Meiner zu Gedenken.“ (20:14). Das heißt nicht, dass Gott das Gebet des Menschen „nötig“ hätte, sondern im Gegenteil: der Mensch braucht das Gebet, so dass er wahrhaftig „leben“ kann. 

Das rituelle Pflichtgebet (as-salât al-wâjibah) ist folgendermaßen aufzuteilen:

  1. Das tägliche Gebet (as-salât al-yawmiyyah): Früh (al-fajr oder auch as‘-s’ubh‘), Mittag (al-dhuhr), Nachmittag (al-a’s’r), Abend (al-maghrib) und Spätabend (al-i’shâ´)
  2. Das Naturphänomen-Gebet (salât al-âyât)
  3. Das Gebet nach der Umrundung der Kabah (salât al-tawâf)
  4. Das Gebet des (älteren) Sohnes für die (verstorbenen) Eltern
  5. Das Totengebet (salât al-mayyit)
  6. Das Gebet, das durch einen Schwur (a’hd), Gelübde (naz’r) oder Eid (yamîn) verpflichtend wurde
  7. Das Nachholgebet (salât al-qad’â´), das durch das Versäumen, eines der verpflichtenden Gebete verpflichtend geworden ist.
  8. Das Freitagsgebet (salât al-jumu-a’h), wenn man es anstatt des Mittagsgebetes am Freitag verrichtet. Hier ist angemerkt, dass das Freitagsgebet ein „Wahlpflichtgebet“ ist, d.h. am Freitag kann man wählen, ob man das Freitagsgebet (mit den erforderlichen Voraussetzungen) verrichtet oder das Mittagsgebet (salât al-dhuhr)

Neben den rituellen Pflichtgebeten gibt es noch die empfohlenen (freiwilligen) Ritualgebete (as-salawât al-mustah’abbah), die, wie es der Name schon besagt, keine religiöse Verpflichtung (wujûb) haben, jedoch enormen Lohn (thawâb) beinhalten. Die freiwilligen, empfohlenen Gebete sind an sich nahezu unzählig, da sie entweder von Zeit (z.B. am Anfang eines Monats), Ort (z.B. beim Besuch einer Moschee) oder Begebenheit (z.B. bei dem Ersuchen einer bestimmten Angelegenheit) abhängig sind. Jedoch gibt es speziell überlieferte freiwillige Gebete, die in Verbindung zu den täglichen rituellen Gebeten stehen, die man auch als „Nafilah“ bezeichnet. Diese werden folgendermaßen verrichtet:

  1. Vor dem Frühgebet: zwei Gebetsabschnitte
  2. Vor dem Mittagsgebet: acht Gebetsabschnitte
  3. Vor dem Nachmittagsgebet: acht Gebetsabschnitte
  4. Nach dem Abendgebet: vier Gebetsabschnitte
  5. Nach dem Spätabendgebet: zwei Gebetsabschnitte (im Sitzen)
  6. In der Nacht, das sogenannte „Nachtgebet“ (salât al-layl): elf Gebetsabschnitte

Es werden immer jeweils zwei Gebetsabschnitte zusammen verrichtet und dann beendet. Wenn man also z.B. acht Gebetsabschnitte verrichten möchte, so verrichtet man vier Gebete mit jeweils zwei Gebetsabschnitten. 

  

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Was ist der Unterschied zwischen dem „Adhân“ und der „Iqâmah“? https://bufib.de/was-ist-der-unterschied-zwischen-dem-adhan-und-der-iqamah/ Sat, 12 Apr 2014 21:32:35 +0000 http://bufib.de/?p=1357 Den meisten Muslimen ist der Gebetsruf bekannt, wo der Muezzin (Ausrufer zum Gebet) die Menschen zum Gebet ruft, d.h. dadurch werden sie in einer speziellen Form an das (zeitlich) eingetretene Gebet erinnert. In der islamischen Geschichte wird der Abessinier Bilal al-Habashi als der erste Gebetsrufer verzeichnet.

Islamisch rechtlich (fiqhiyan) muss man jedoch zwischen  zwei Arten des Rufes zum Gebet unterscheiden:

1. Adhân (Gebetsruf)

2. Iqâmah (Gebetsaufruf)

Der Adhân ist grob gesagt der Gebetsruf, der die Menschen daran erinnern soll, dass nun die Gebetszeit eingetreten ist. Die Iqâmah ist der Gebetsaufruf, der vom Betenden bzw. Vorbeter direkt vor dem Beginn des rituellen Gebetes rezitiert wird und dieser findet im Gegenteil zum Adhân nicht nach Außen statt.

Hier die jeweilige Form des Adhâns und der Iqâmah:

Adhân

zwei Audiobeispiele eines Gebetsrufes:

Arabisch

Deutsch

Anzahl

الله اكبر
Allahu-akbar

Allah ist am größten 4 x

اشهد ان لا اله الا الله
Ashhadu an lâ ilâha il-lallah

Ich bezeuge, es gibt keinen Gott außer Allah

2 x

اشهد ان محمدا الرسول الله
Ashhadu anna Muhammadan rasûl-Allah

Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist

2 x

اشهد ان عليا ولي الله
Ashhadu anna A’liyan waliyullah

Ich bezeuge, dass Ali der Statthalter Allahs ist

2 x

حي على الصلاة
H’ayya a’la-salâ(h)

Eilt zum Gebet 2 x

حي على الفلاح
H’ayya a’lal- falâh‘

Eilt zur Erlösung

2 x

حي على خير العمل
H’ayya a’la chayril-a’mal

Eilt zur allerbesten Handlung

2 x

الله اكبر
Allahu-akbar

Allah ist am größten

2 x

لا اله الا الله
Lâ ilâha il-lallah

Es gibt keinen Gott außer Allah

2 x

 Iqâmah

Arabisch

Deutsch

Anzahl

الله اكبر
Allahu-akbar

Allah ist am größten 2 x

اشهد ان لا اله الا الله
Ashhadu an lâ ilâha il-lallah

Ich bezeuge, es gibt keinen Gott außer Allah

2 x

اشهد ان محمدا الرسول الله
Ashhadu anna Muhammadan rasûl-Allah

Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist

2 x

اشهد ان عليا ولي الله
Ashhadu anna A’liyan waliyullah

Ich bezeuge, dass Ali der Statthalter Allahs ist

2 x

حي على الصلاة
H’ayya a’la-salâ(h)

Eilt zum Gebet 2 x

حي على الفلاح
H’ayya a’lal- falâh‘

Eilt zur Erlösung

2 x

حي على خير العمل
H’ayya a’la chayril-a’mal

Eilt zur allerbesten Handlung

2 x

قد قامت الصلاة
Qad qamat-is-salat

Steht auf zum Gebet

2 x

الله اكبر
Allahu-akbar

Allah ist am größten

2 x

لا اله الا الله
Lâ ilâha il-lallah

Es gibt keinen Gott außer Allah

1 x

 

Hier noch ein Video mit dem Adhân und der Iqâmah:

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