Drei große muslimische Wissenschaftler

Abu Rayhan al-Biruni, der große muslimische Wissenschaftler

Am 4. September im Jahr 973 n. Chr., wurde Abu Rayhan Mohammad Ibn Ahmad al-Biruni, der bekannte iranisch-islamische Wissenschaftler in Kath geboren. Kath lag im iranischen Land der Choresmier (Khawarezm), einer Grenzregion zum Aralsee, der heute in der zentralasiatischen Republik von Usbekistan liegt. Er war ein vielseitiges Genie und schrieb zahlreiche Schriften über Geschichte, Geografie, Mathematik, Astronomie, Mineralogie und verschiedene andere Themen.

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Er schrieb über 180 Bücher. Seine Arbeit über Geometrie, Arithmetik, Trigonometrie und Algebra, in der er das Gewicht von Objekten berechnet, trägt den Titel „al-Tafhim“. Biruni, der ein Anhänger des Propheten (s) und seiner Ahlul-Bayt (a) war, schrieb über die Kugelgestalt der Erde und ihre Achsendrehung während sie um die Sonne kreist, mehrere Jahrhunderte bevor die Europäer diese Merkmale entdeckten.

Er war bewandert in Arabisch, Persisch, Griechisch und Sanskrit und nachdem er Indien besuchte und mehrere Monate in der Gesellschaft von indischen Weisen verbrachte, schrieb er das wertvolle Buch „Tahqiq ma lil-Hind“. Von seinen wichtigsten Zusammenstellungen sollten „Kitab at-Tafhim li-Awa’il Sina‘at at-Tanjim” (Das Buch über die Elemente in der Kunst der Astonomie) und „Kitab al-Aathaar al-Baqiyah an-il-Quruun al-Khaliya” (Buch der Hinterlassenschaften früherer Jahrhunderte), einer vergleichenden Studie über die Kalender der verschiedenen Kulturen und Zivilisationen, verflochten mit mathematischen, astronomischen und historischen Informationen erwähnt werden.

Er schrieb auch die „Qanun al Mas‘udi“, eine umfangreiche Enzyklopädie über Astronomie, Geografie und Technik. Im Jahre 1048 n. Chr. verstarb er in Ghazni, einer Stadt im heutigen Afghanistan, nachdem er dem Hof des türkischen Eroberers, Sultan Mahmud und seinem Sohn Mas‘ud angeschlossen wurde.

Der berühmte iranische Arzt, Mathematiker, Physiker, Astronom, Dichter und Philosoph Mulla Qotb Shirazi

Im Jahre 710 der islamischen Zeitrechnung (1311 n. Chr.) verstarb Qotb ad-Din Mahmud bin Masud ash-Shirazi, im Volksmund bekannt als Mulla Qotb Shirazi, der berühmte iranische, Mathematiker, Physiker, Astronom und Dichter. Er studierte unter seinem Vater Medizin, welcher am Mozaffari Krankenhaus in Shiraz praktizierte und Medizin lehrte.

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Er studierte auch die „al-Qanoun fi´t-Tibb“ – d. h.  „Fibel der Medizin“ – des iranisch-islamischen Genies Abu Ali ibn Sina, zusammen mit seinen Kommentaren. Insbesondere las er die Anmerkungen zu diesem Buch, die von Fakhr ad-Din ar-Razi verfasst wurden und brachte auch selbst viele Fragen auf.

Dies führte zu seinem Entschluss seinen eigenen Kommentar zu schreiben, indem er viele der offenen Fragen des Buches löste. Er arbeitete vor allem in der Gesellschaft von Khwaja Naseer ad-Din Tusi, dem berühmten Genie seiner Zeit, welcher die Sternwarte in Maragha im Nordwesten des Iran gründete.

Zehn Jahre später, kündigte er seinen Arztberuf und kam nach Maragha, um seine Zeit der weiteren Ausbildung unter der Führung von Naseer ad-Din Tusi zu widmen, der ihm neben dem Meisterwerk der Anmerkungen und Ermahnungen von Ibn Sina mit dem Titel „al-Isharaat wa´ l-Tanbihaat“, Astronomie lehrte. Eines der wichtigen wissenschaftlichen Projekte war die Fertigstellung der neuen astronomischen Tabelle. Qotb ad-Din Shirazi reiste anschließend in der Gesellschaft von Naseer ad-Din Tusi nach Khorasan, wo er verblieb, um unter Najm ad-Din Katebi Qazwini in der Stadt Jovayn zu studieren und sein Assistent zu werden. Später reiste er nach Qazwin, Isfahan, Bagdad und Qonya in Anatolien, der heutigen Türkei, wo er mit Sadr ad-Din Qonaviy den „Jame‘ al-Usul“ von Ibn al-Athîr studierte. Der Gouverneur von Qonya ernannte ihn zum Richter der Städte Sivas und Malatya. Während dieser Zeit stellte er die Bücher „Miftah al-Miftah“ über arabische Grammatik und Rhetorik und „Ikhtiyaraat al Mozaffariya“, über Astronomie zusammen.

Später wurde er dann von Ahmad Takudar, dem ilkhaniden Herrschers des Irans und Iraks als Gesandter zu Sayf ad-Din Qalawun, dem mamlukkischen Herrscher von Ägypten geschickt.

Während seines Aufenthaltes in Ägypten, sammelte er verschiedene Anmerkungen und Kommentare zu Ibn Sina´s „Qanun“ und verwendete sie in seinem „Kommentar zum Kulliyaat”. Der letzte Teil von Qotb ad-Din Shirazi´s aktiver Karriere war das Lehren des „Qanun“ und der „Kitab ash-Shifâ‘”, das philosophische Hauptwerkes von Ibn Sina in Syrien. Später brach er nach Tabriz auf und verstarb kurz darauf.

Er schrieb sowohl auf Arabisch als auch auf Persisch über eine Vielzahl von Themen wie Medizin, Astronomie, Geografie, Mathematik, Philosophie und Religion. Zu seinen Werken zählt, „Nihayat al Idraak fi Dirayaat al-Aflaak“, ein Buch über die Bewegung der Planeten. Außerdem identifizierte er Beobachtungen von Ibn Sina über den Transit von Venus und Merkur, Jahrhunderte vor europäischen Wissenschaftlern.

Der gefeierte muslimische Physiker, Mathematiker und Astronom Ibn al- Haytham

Am 13. des islamischen Monates Jumada ath-Thani im Jahr 430 des islamischen Kalenders (1039 n. Chr.), verstarb der gefeierte muslimische Physiker, Mathematiker und Astronom, Abu Ali Hassan ibn al-Hassan ibn al-Haytham in Kairo, im Alter von 76 Jahren. Er wurde in der Stadt Basra, in der damaligen iranischen Provinz Bouzid geboren, die heute zum Irak gehört. Er war ebenfalls eine Größe im Bereich der Medizin, Philosophie und Theologie, nachdem er während des goldenen Zeitalters der islamischen Zivilisation in Basra und Bagdad studiert hatte.

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Er führte umfangreiche Forschungen auf dem Gebiet der Lichtstrahlen. Sein Einfluss auf die Naturwissenschaften im Allgemeinen, sowie auf das Gebiet der Optik im Besonderen, wird in Ehren gehalten. Er hat in der Tat eine neue Ära der optischen Forschung eingeleitet, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Dem mittelalterlichen Europa bekannt als „Alhazen“, übte die lateinische Übersetzung seines Hauptwerkes „Kitab al-Manazer“ (Buch der Optik) einen großen Einfluss auf die westliche Wissenschaft aus, z. B. auf die Arbeiten von Roger Bacon, der ihn namentlich zitiert, und auf Johannes Kepler und Galileo. Seine Forschung in Katoptrik (der Lehre von optischen Systemen mit Hilfe von Spiegeln) ist zentriert auf kugelförmige und parabolische Spiegel und kugelförmige Abweichung. Er machte die Beobachtung, dass das Verhältnis zwischen dem Einfallswinkel und der Lichtbrechung nicht konstant bleibt und untersuchte die Vergrößerungskraft einer Linse. Er zog nach Ägypten, das zu dieser Zeit von der schiitisch-ismailiten fatimiden-Dynastie regiert wurde und führte mehrere Großprojekte durch, wie z. B. die Bemühungen die jährlichen Fluten vom Fluss Nil zu regulieren. Er ist der Erfinder des Teleskopes, welches er Jahrhunderte vor den Europäern einführte. Außerdem kann man seinen Büchern entnehmen, dass er die Form der Erde bereits als kugelförmig bestimmte.

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